Kauf von IBM

Aktienkauf

Kauf von IBM

Wie vor kurzem erwähnt, wollte (und habe) ich am heutigen Montag drei Aktionen im Dividenden-Sammler-Depot durchgeführt.

a) Verkauf von Coach
b) Verkauf von Imperial Tobacco
c) Kauf von IBM

Aktientausch Dezember 2014
Aktientausch Dezember 2014

Verkauf von Coach

Die Position in Coach wurde aufgrund der extrem hohen Dividendensteigerungen erstellt. Zudem hatte das Unternehmen damals die Mindestmarktkapitalisierung von 10 Mrd. EUR erreicht.

Die hohe Dividendensteigerung konnte ich aufgrund der CCC-Liste des Fondsmanagers David Fish ersehen. Das war damals mein einziges Kaufkriterium – und es ging voll in die Hose! :wacko:

CCC-List - Coach
CCC-List – Coach

Zusammenfassend:
Kauf 20 Stück am 14.10.2013 zu 39,65 EUR = 793,00 EUR
Verkauf 20 Stück am 01.12.2014 zu 29,26 EUR = 585,20 EUR

 

Verkauf von Imperial Tobacco

Bei dem Tabakhersteller sieht es mit dem Kursverlauf anders aus, als bei Coach. Der Kaufgrund bei diesem Wert war damals die hohe Dividendenrendite und das Herkunftsland Großbritannien, wodurch die Dividenden ohne Quellensteuer ausgezahlt wurden.

Ich stockte das Depot mit bis zu fünf Tabakwerten auf, von denen einer (Lorillard) bereits wieder verkauft wurde.

Die Gründe für den Verkauf von Imperial Tobacco sind:

  1. Realisierung von Kursgewinnen
  2. Verringerung der Tabakbranche im Depot auf die drei Weltmarktführer (Altria, Philip Morris und BAT)

Zusammenfassend:
Kauf 35 Stück am 09.08.2013 zu 25,238 EUR = 883,33 EUR
Verkauf 35 Stück am 01.12.2014 zu 36,613 EUR = 1.281,46 EUR

 

Kauf von IBM

Zu IBM muss ich nichts sagen…

Ein fantastischer Wert, der nicht nur fundamental gut bewertet ist, sondern der auch aktuell eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit bietet.

IBM - Grunddaten
IBM – Grunddaten

Der erste Kauf von 10 IBM-Aktien erfolgt am 23.06.2014 zu einem Kurs von 133,25 EUR. Heute wurden nochmals 15 weitere Aktien mit einem Kurs von 129,677 EUR ins Depot gelegt.

Das Unternehmen ist ein absoluter Titan! Wenn man IBM nicht mehr langfristig vertrauen kann, wem dann?

Und passend zu dem Kauf hier eine aktuelle Reuters-Meldung zu IBM:

Montag, 1. Dezember 2014, 17:59 Uhr

Amsterdam (Reuters) – Der IT-Konzern IBM hat von der niederländischen Großbank ABN Amro einen milliardenschweren Auftrag erhalten.

Die Amerikaner sollen künftig die IT-Infrastruktur für die internetbasierten Dienstleistungen der Bank stellen, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Der Vertrag läuft über zehn Jahre, der Auftragswert liegt bei mehreren Milliarden Dollar.

IBM stelle künftig den Service für die Rechner, Server und Speichersysteme und kümmere sich um Probleme der Anwender. Hinzu kämen Fernwartung und andere Dienste. ABN Amro hatte bereits angekündigt, Stellen in seinem Filialnetz zu streichen und sein Online-Banking auszubauen, da die Kunden verstärkt Geldgeschäfte im Internet erledigen.

Für IBM ist der Auftrag ein weiterer Erfolg im Kampf um Marktanteile im sogenannten Cloud-Computing, bei dem Rechen- und Speicherdienstleistungen online zur Verfügung gestellt werden. Erst im November gliederte die Lufthansa ihre IT für eine Milliarde Euro für sieben Jahre an IBM aus. Die Amerikaner wenden sich verstärkt vom klassischen Geschäft mit Computer-Hardware ab und versuchen sich im Cloud-Computing gegen Konkurrenten wie Amazon zu behaupten.

Das war´s für den Montag… :bye:

 

Ich wünsche allen eine gute Woche!

Vielen Dank fürs Lesen! :hut:

Euer
Dividenden-Sammler

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net

104 thoughts on “Kauf von IBM”

  1. Noch ist die durchschnittliche Dividendenrendite des Depots (+4,41%) höher als das durchschnittliche Gewinnwachstum des Inhalts (+3,70%), aber beide Werte haben sich durch die heutige Transaktion einander beträchtlich angenähert.

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  2. Michael,

    Ein sehr guter Kauf!!! Würde auch noch weiterkaufen wenn meine Position an IBM nicht schon zu groß wäre!

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  3. nur mal so am Rande… du weisst, dass IMT der Marktführer bei Zigarren ist ?

    an IMT kommt bzgl. kubanischer Zigarren (ausserhalb Kubas) niemand vorbei (haben ein weltweites Monopol)… hat IMT bei der Übernahme Altadis ins Portfolio bekommen…

    bin mal gespannt, wie es weitergeht mit IMT, sollte das US-Embargo von kubanischen Waren (insbesondere Zigarren) fallen… die Amis sind verrückt nach kubanischen Zigarren B-)

    ich befürchte, da bleibt für den Rest nicht mehr viel übrig… aber ich hab ordentlich kubanische Ware eingelagert, reicht für Jahre :whistle:

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  4. Also um ehrlich zu sein, die Euphorie die hier im Blog für IBM herrscht, verstehe ich nicht so ganz, der Konzern ist seit Jahren im Umbau , ob das am Ende von Erfolg gekrönt wird ? Der Kursverlauf ist dementsprechend seit Jahren nur seitwärts bzw. leicht fallend und das trotz des stärker werdenden Dollars, was gemeinhin vielen US Aktien zu Währungsgewinnen verholfen hat. Die Bewertung scheint ok.
    Aber warum sind hier alle so begeistert von IBM?

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  5. Hi rasta,

    weil so wie aussieht scheint IBM der Umbau des Konzerns zu gelingen. Der Umsatz geht zurück weil unrentable Geschäftsteile abgestoßen werden und die Marge trotzdem gehalten werden kann. Dazu ein Aktionärsfreundliches Rückkaufprogramm.

    Beste Grüße
    Dr dividend

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  6. Hallo,

    ich bin ein absoluter Börsen-Neuling und gerade dabei mein Depot zu eröffnen. Deswgen würde ich gerne mal kurz diesen Blog “missbrauchen” und ein paar grundsätzliche Fragen stellen zur eigentlichen Transaktion.

    Und zwar geht es darum, wie man umsatzschwache Titel am besten erwirbt. Ich habe mir beispielsweise mal das Volumen von Alliance Resource Partners (925301) angeschaut und dabei festgestellt, dass dieser Titel so gut wie gar nicht in Deutschland gehandelt wird. Wie gehe ich in so einem Fall am besten vor hinsichtlich Börsenplatz und Transaktionswahl (billigst/Limit)?

    Und wie gehe ich bei umsatzstarken Titeln am besten vor? Consors zeigt mir gerade für Johnson & Johnson eine Kurs-Spanne (Ask) von 87,192 bis 87,45 an. Wie aktuell sind solche Werte? Sollte ich immer dort handeln, wo der Kurs am niedrigsten ist unabhängig vom Volumen? Sollte ich bei US-Titeln auf den Nachmittag warten, wenn die Wall Street aufmacht? Oder soll man es ganz simpel halten bei umsatzstarken Titeln: billigst, Frankfurt, fertig.

    Wäre wirklich schön, wenn mir da jemand ein paar Ratschläge geben könnte. Toller Blog btw, bin mittlerweile jeden Tag hier.

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  7. Ganz ehrlich, ich verstehe die Euphorie auch nicht so ganz. Der Link http://de.4-traders.com/INTERNATIONAL-BUSINESS-MA-4828/fundamentals/ war oben schon aufgeführt. Schaut man sich den Schuldenberg an könnte einem leicht schlecht werden.
    Klar, jetzt kommt wieder das Argument, dass die Schulden aufgebaut werden um Aktien zurückzukaufen weil es gerade so billig ist Geld aufzunehmen, dadurch steigert sich der eigene Anteil am Unternehmen. Alles richtig, allerdings, was passiert wenn die Zinsen wieder steigen? Dann muss man die Schulden schnell wieder los werden, womit wird das passieren? Aktien zurück auf den Markt oder Dividende kürzen?

    Ich bleibe weiterhin kritisch.

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  8. Gegenfrage:
    Warum wird so ein Unternehmen wie IBM, dass sich in seiner Geschichte mehrmals erfolgreich aufgrund des technologischen Fortschrittes mehrmals erfolgreich weiterentwickelt/transformiert hat, permanent madig geredet? Ja, die Ergebnisse verlaufen seit einiger Zeit seitwärts. Und? Erfahrungsgemäß sind Schwächephasen von Qualitätsaktien immer noch die besten Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheiten. Aber wer lieber eine Apple im Bereich des ATHs kaufen möchte, bitte sehr.

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  9. @Lars:

    IBM 32 Mrd USD long-term debt bei einem Free Cashflow von 13 Mrd und Cash-Beständen von knapp 11 Mrd. Ich denke allzu kritisch ist das wohl nicht oder?

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  10. Schildkröte:
    Gegenfrage:
    Warum wird so ein Unternehmen wie IBM, dass sich in seiner Geschichte mehrmals erfolgreich aufgrund des technologischen Fortschrittes mehrmals erfolgreich weiterentwickelt/transformiert hat, permanent madig geredet? Ja, die Ergebnisse verlaufen seit einiger Zeit seitwärts. Und? Erfahrungsgemäß sind Schwächephasen von Qualitätsaktien immer noch die besten Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheiten. Aber wer lieber eine Apple im Bereich des ATHs kaufen möchte, bitte sehr.

    nunja, vor ca 5 jahren habe ich genau solche sätze auch immer wieder gehört, seitdem ist IBM um 25% gestiegen und apple, die mit dem neumodischen zeugs um 300%…also damals wars mal auf alle fälle falsch…ok, im nachhinein weiss mans, heute frage ich mich warum IBM vom markt nichts zugetraut wird, iwas müssen die zb gegenüber apple verkehrt gemacht haben…ansonsten würde Big Blue anders bewertet sein

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  11. brothering01: nunja, vor ca 5 jahren habe ich genau solche sätze auch immer wieder gehört, seitdem ist IBM um 25% gestiegen und apple, die mit dem neumodischen zeugs um 300%…also damals wars mal auf alle fälle falsch…ok, im nachhinein weiss mans, heute frage ich mich warum IBM vom markt nichts zugetraut wird, iwas müssen die zb gegenüber apple verkehrt gemacht haben…ansonsten würde Big Blue anders bewertet sein

    Tja, IBM wird unter- und Apple vom “effizienten” Markt überschätzt. Letztlich war (!) Apple

    – eine tolle Turnaround-Story (um 2000 herum war man fast pleite),
    – das Kind von Steve Jobs (den man einst gefeuert hatte) und
    – ein Hype aufgrund des iPhones (Grüße von Nokia!).

    Wo darf man künftig bei Apple Phantasie haben? Apple konzentriert sich auf Privatkunden, ein schnelllebiges Geschäft (vgl. Sony). IBM bedient in erster Linie Geschäftskunden, stellt also Sachen bereit, die einen “Nutzen” erfüllen. Hört sich langweilig an. Ich liebe langweilige Aktien.

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  12. Moin Mitstreiter,

    hab mal eine ganz grundlegende Frage. Mir ist schon mehrmals zu Ohren gekommen, man solle Aktien an deren Heimatbörsen kaufen. Aber warum eigentlich? Für mich als klein Anleger ist der Spread nicht gravierend entscheidend… die Kosten beim kauf an der US-Börse jedoch schon. Bei einem durchschnittkauf in Höhe von 1000€ sind die ca. 12€ an der US-Börse wesentlich einschneidender als die ca. 5€ hier.

    Gibts noch weitere Argumente egal ob Pro/Contra Heimatbörse? Im Grunde kann man ja fast alles in Frankfurt kaufen.

    Vlt mag mir ja jemand die Augen Öffnen 🙂

    Liebe Grüße

    P.s eine SUPER Seite!!

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  13. Pool: Und zwar geht es darum, wie man umsatzschwache Titel am besten erwirbt. Ich habe mir beispielsweise mal das Volumen von Alliance Resource Partners(925301) angeschaut und dabei festgestellt, dass dieser Titel so gut wie gar nicht in Deutschland gehandelt wird. Wie gehe ich in so einem Fall am besten vor hinsichtlich Börsenplatz und Transaktionswahl (billigst/Limit)?

    Das kommt darauf an, bei welcher Bank Du bist und wie groß das Paket ist, das Du kaufen willst.

    Gute Depotbanken bieten ihren Kunden an, Transaktionen an ausländischen Börsen durchzuführen, wobei der Spread zwischen Geld- und Briefkurs normalerweise an der Heimatbörse der AKtie erheblich kleiner ist als an Börsen anderer Länder.
    Aufgrund der dafür anfallenden Zusatzgebühren lohnt sich das aber erst ab einer bestimmten Mindestgröße – ab wann genau, das kannst Du selbst ausrechnen, wenn Du die Gebührentabelle Deiner Depotbank diesbezüglich konsultierst.

    Und wie gehe ich bei umsatzstarken Titeln am besten vor? Consors zeigt mir gerade für Johnson & Johnson eine Kurs-Spanne (Ask) von 87,192 bis 87,45 an. Wie aktuell sind solche Werte? Sollte ich immer dort handeln, wo der Kurs am niedrigsten ist unabhängig vom Volumen? Sollte ich bei US-Titeln auf den Nachmittag warten, wenn die Wall Street aufmacht? Oder soll man es ganz simpel halten bei umsatzstarken Titeln: billigst, Frankfurt, fertig.

    Das Einfachste ist es, solche Aktien im Sekundenhandel (z. B. Commerzbank-Eigenhandel für Comdirect-Kunden oder Lang&Schwarz für DAB-Bank-Kunden) zu kaufen – da bekommst Du einen Kurs gestellt und hast ein paar Sekunden Zeit, Dich für einen Kauf zu entscheiden oder das Angebot verstreichen zu lassen.
    Parkettbörsen wie Frankfurt verlangen eine zusätzliche Parketthandelsgebühr; bei XETRA ist diese erheblich niedriger, im Sekundenhandel fällt sie ganz weg. Dafür ist der gestellte Kurs im Sekundenhandel vielleicht nicht der beste, weil der Anbieter dieses Service ja selbst auch etwas verdienen will. Auch hier gilt: Angebote vergleichen und selber rechnen.
    Sofern der Umsatz auf XETRA nicht deutlich geringer ist als auf dem Parkett, würde ich XETRA (oder ähnliche Plattformen wie z. B. Tradegate) bevorzugen.

    Je kleiner das Paket, desto eher lohnt es sich, Gebühren zu vermeiden; je größer das Paket, desto wichtiger ist es, den bestmöglichen Kurs zu bekommen.

    Inwiefern sich das Setzen eines Limits lohnt, das hängt davon ab, was Du eigentlich vor hast:
    * Willst Du die Aktie unbedingt kaufen, dann kann ein Limit dazu führen, dass Du sie gar nicht bekommst;
    * willst Du sie nur für einen bestimmten Preis haben, andernfalls aber darauf verzichten, dann ist ein Limit die richtige Idee.

    Matze: Mir ist schon mehrmals zu Ohren gekommen, man solle Aktien an deren Heimatbörsen kaufen. Aber warum eigentlich? Für mich als klein Anleger ist der Spread nicht gravierend entscheidend… die Kosten beim kauf an der US-Börse jedoch schon. Bei einem durchschnittkauf in Höhe von 1000€ sind die ca. 12€ an der US-Börse wesentlich einschneidender als die ca. 5€ hier.

    Du hast das völlig richtig verstanden: Es kommt auf die Paketgröße an, ob sich der Handel an einer ausländischen Börse lohnt für Dich oder nicht.

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  14. Lars: Schaut man sich den Schuldenberg an könnte einem leicht schlecht werden.
    Klar, jetzt kommt wieder das Argument, dass die Schulden aufgebaut werden um Aktien zurückzukaufen weil es gerade so billig ist Geld aufzunehmen, dadurch steigert sich der eigene Anteil am Unternehmen. Alles richtig, allerdings, was passiert wenn die Zinsen wieder steigen? Dann muss man die Schulden schnell wieder los werden, womit wird das passieren? Aktien zurück auf den Markt oder Dividende kürzen?

    Wirft mal einen Blick in die Bilanz von IBM und verteile den Schuldenberg auf das Technologieunternehmen und die interne IBM-Bank (die für eine Bank geradezu opulent mit Eigenkapital ausgestattet ist), dann wirst Du erkennen, dass der Verschuldungsgrad gar nicht so hoch ist, wie er auf den ersten Blick aussieht.

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  15. brothering01: heute frage ich mich warum IBM vom markt nichts zugetraut wird, iwas müssen die zb gegenüber apple verkehrt gemacht haben…ansonsten würde Big Blue anders bewertet sein

    Du vergleichst einen Anbieter von Unternehmenslösungen (mit langjähriger Kundenbindung) mit einem Hersteller von Unterhaltungselektronik (im Haifischbecken asiatischer Billigkonkurrenz)?

    Wenn Du etwas vergleichen willst, dann vergleiche Apple mit Nokia und IBM mit SAP.

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  16. Wenn Du etwas vergleichen willst, dann vergleiche Apple mit Nokia und IBM mit SAP.

    Ich würde IBM mittlerweile eher mit Accenture vergleichen.

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  17. Frage an die ganzen IBM-Fans hier.

    Was glaubt Ihr zu wissen, was der Markt nicht weiss und auch trotz Megaparty an den Börsen nicht einpreisen mag?

    Sind die an der Wall Street alle so dumm in Euren Augen, dass die o.g. Punkte nicht erkannt werden?

    Was mir zu denken gibt, ist einfach die Tatsache, dass die US-Börsen immer neue ATHs erreichen, die US-Wirtschaft sich im Aufschwung befindet der tiefe Ölpreis ein Quasi-QE ist und IBM trotzdem wie Blei am Boden klebt.

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  18. @Toni
    Ich sehe das Unternehmen z.B. nicht nur für die nächsten 6 Monate sondern für die nächsten 6 Jahre, bis dahin gehe ich von einer Verdoppelung der Dividende aus, garniert mit einem aktuellen KGV von rund 10. :heart: Das lässt mein Herz höher schlagen.
    Mir egal was der Markt “denkt oder weis”, bisher hat er sich immer wieder irrational verhalten.
    Aber ich bin ehrlich, ich weiß es auch nicht besser.

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  19. Toni:

    Was mir zu denken gibt, ist einfach die Tatsache, dass die US-Börsen immer neue ATHs erreichen, die US-Wirtschaft sich im Aufschwung befindet der tiefe Ölpreis ein Quasi-QE ist und IBM trotzdem wie Blei am Boden klebt.

    vielleicht hat der gute alte Buffett ja noch ein paar Mrd Dollar mit niedrigen Kauflimits im Markt , und drückt den Kurs ein bisschen ?

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  20. Ich habe mich vor zwei Jahren für Microsoft und gegen IBM entschieden. Das war eine gute Entscheidung: Kurs und Dividende gehen bei MS seither rauf und zwar ordentlich. Da ist einfach mehr Musik drin.

    Momentan würde ich mir eher antizyklisch den Ölsektor anschauen. Die HiTechs sind (außer IBM) in den vergangenen Jahren prächtig gelaufen. MS +100%, Intel +70%, EMC2 und Cisco +50%; Apple habe ich leider verpasst. Wahrscheinlich könnte man aber auch jetzt noch zugreifen. Das KGV ist bezogen auf die Marke günstig.
    Im Vergleich dazu ist die IBM-Aktie eher eine Anleihe. Jetzt mit Cloud-Services zu beginnen, heißt dem Stand der Technik wenigstens 3 Jahre hinterherzulaufen und das in der IT-Branche. Aber sicherlich wird IBM in Großunternehmen und Staatsbetrieben mit Hochsicherheit ein Auskommen finden. Steigende Kurse würde ich da aber eher nicht erwarten, denn ein besonderer Player ist IBM im Internetzeitalter nicht; der Zug ist abgefahren.

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  21. Dividenden-Sammler: Verflixt!
    Das habe ich nicht gewusst!

    Beste Grüße
    Michael

    ich weiss, man sollte sich nicht in Aktien verlieben… aber IMT (solange MEIN Dealer für Zigarren) sind die letzten, die mein Depot verlassen und solange zahlen sie halt ne Stange an Dividenden, die ich dann wiederum in Zigarren investiere… B-)

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  22. @alois:

    Hast du für deine Aussagen bezüglich Cloud Computing auch Belege? IBM ist schon deutlich länger im Cloud Geschäft tätig. Zudem ist der Cloud Bereich dieses Jahr um 50% gewachsen. Man hat außerdem 2013 Soft Layer übernommen um in diesem Bereich weiter zu wachsen.

    Ich weiß nicht welcher Zug für dich abgefahren ist. Kannst du das mal genauer beschreiben? Aber der Cloud Zug kommt wenn dann erst solangsam ins Rollen….

    Hier noch 2 interessante Links zu Schätzungen und Analysen der Branche:
    http://www.businessweek.com/adsections/2012/pdf/120326_Cloud_Computing.pdf
    http://www.telco2research.com/articles/AN_cloud-2-dont-blow-it-telcos_Summary

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  23. Ich denke aehnlich wie Toni und Alois. Mein Interesse an Ibm liegt einfach nur an dem niedrigen Kurs. Andererseits bin ich skeptisch wegen des letzten Quartals, nur18 Mio. Gewinn, o,o2$ pro Aktie und wegen des extrem hohen KBV.
    Ausserdem habe ich reichlich IT Werte, die allesamt sehr gut gelaufen sind.Da hat der Dollar gut geholfen.
    Warum hat der IBM Kurs nichts gemacht?
    IBM ist eine Marke. Bei Kursen unter 130 greifen viele Trader zu.
    Kerninvestment sollte IBM bei mir nicht werden. Nie sollte man nie sagen. Aber ich verstehe zu wenig von dem Geschaeft.
    Bei Msft, Intel, Cisco etc. Ist das anders
    Ja, das Oelgeschaeft ist z.Z.interessanter, auch die grossen PLAYER bei den Rohstoffen.
    Da notieren einige auf historisch niedrigen Niveaus. DIE WELT braucht immer Rohstoffe, in Krisen , bei Kriegen umso mehr.

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  24. Finde IBM ist eben keine typische Marke wie Apple oder Facebook. Natürlich kennt jeder big Blue doch die wenigstens wissen wirklich was der Konzern macht.

    @Toni:
    Ich denke nicht das wir schlauer als der Markt sind, aber wie schon erwähnt der Konzern befindet sich im Umbau. Da braucht man eben Geduld und wird mit einer schönen Dividende(inklusive Aktienrückkauf) belohnt.

    Nur eine Frage: was hat der Ölpreis mit IBM am Hut?

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  25. Dr. Dividend:
    Finde IBM ist eben keine typische Marke wie Apple oder Facebook.

    Nana, IBM keine Marke? Bei Interbrand etc. rangiert IBm immer auf den ersten Plaetzen. Du kannst natuerlich Marke anders definieren.

    Frage: was hat der Ölpreis mit IBM am Hut?
    Nichts. Das war nur eine Ergaenzung zu Alois Beitrag.

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  26. Toni: Was glaubt Ihr zu wissen, was der Markt nicht weiss und auch trotz Megaparty an den Börsen nicht einpreisen mag?

    Der Markt bewertete Intel 2010-2014 durchgängig mit einem KGV zwischen 9 und 12 – inzwischen kostet die Aktie wieder ein KGV von 15.5, weil das Unternehmen nach zwei rückläufigen Gewinnen in 2012 und 2013 wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt zu sein scheint (falls das kein Neubeschaffungs-Strohfeuer im Rahmen der Windows-XP-Ablösung ist).

    Der Markt bewertete Microsoft 2009-2013 durchgängig mit einem KGV zwischen 10 und 12 – inzwischen hat das KGV mit einem Wert von 17 fast wieder das Niveau von vor der Finanzkrise erreicht, und dies, obwohl der Gewinn pro Aktie (in Euro) sowohl in 2013 als auch in 2014 leicht gesunken ist und 2015e gerade mal das (um eine Sonderabschreibung bereinigte) Niveau von 2012 erreichen soll.

    Der Markt bewertete Apple 2009-2014 durchgängig mit einem KGV zwischen 9.5 und 13.5 – inzwischen hat das KGV mit einem Wert von 15 einen Sprung über dieses Intervall hinaus gemacht, und dies nach einem Rückgang des Gewinns pro Aktie in 2013 um -11% und einem Anstieg des Gewinns pro Aktie in 2014 um +8%. Und in diesem KGV ist zudem bereits ein Gewinnsprung von Apple um mehr als 30% für 2015e eingepreist.

    Die Entwicklung von Technologie-Unternehmen ist nicht einfach; viele Marktteilnehmer schreiben einfach bestehende Trends fort, bis sich eine Trendwende zeigt.
    Durch dieses prozyklische Verhalten (man kauft einfach das, was am stärksten gestiegen ist, weil das ja “gute Aktien” sein müssen…) entstehen immer wieder Übertreibungen nach beiden Seiten – der Markt hat keineswegs immer “recht”.

    Der Markt bewertete IBM seit 2006 immer mit einem KGV zwischen 11 und 14 – ausgenommen das Krisenjahr 2009, wo die Aktie trotz zweistelligem EPS-Anstieg auf ein KGV-Niveau von 8,6 fiel. Derzeit kostet die Aktie mit einem KGV von gerade mal 10 jedoch wieder weniger als ihr normales Niveau.
    Wir brauchen also keinerlei spektakuläre Entwicklung von IBM – wir brauchen lediglich eine Bewertung der Aktie, die nicht deutlich unter dem normalen Niveau liegt. Und das dafür erforderliche Wachstum beim Gewinn pro Aktie kauft sich IBM mit seiner (vom Timing her großartigen) Aktien-Einsammelaktion zusammen – dies zu können ist der Vorteil eines niedrigen KGV, denn ein Unternehmen, dessen Aktie ein KGV von 17 kostet wie beispielsweise Microsoft, hat pro Jahr nur 6% Gewinn zu verteilen statt der 10% von IBM (und eine Dividendenausschüttung wollen die Aktionäre ja auch noch sehen).

    Ich fühle mich mit einer IBM zu einer Bewertung 15% unter ihrem normalen Niveau im Depot erheblich wohler als mit einer Microsoft zu einer Bewertung 55% über ihrem normalen Niveau – vor allem dann, wenn der Gewinn pro Aktie bei IBM auch noch schneller steigt als bei Microsoft.
    Bei IBM ist die schlechteste aller Welten eingepreist, bei Microsoft die beste – was wird also mit den Kursen geschehen, wenn beide Unternehmen sich in den kommenden Jahren ganz unspektakulär weiter entwickeln?

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  27. DAX43: vielleicht hat der gute alte Buffett ja noch ein paar Mrd Dollar mit niedrigen Kauflimitsim Markt , und drückt den Kurs ein bisschen ?

    Du hast eine seltsame Vorstellung davon, wie die Preisbildung an der Börse funktioniert.
    Ein Kauflimit kann einen Kurs niemals drücken – das könnte nur ein Verkaufslimit.

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  28. Erich:Andererseits bin ich skeptisch wegen des letzten Quartals, nur18 Mio. Gewinn, o,o2$ pro Aktie

    Du hast also nicht mitbekommen, dass der Quartalsgewinn durch einen Einmal-Effekt gedrückt wurde?

    Warum hat der IBM Kurs nichts gemacht?

    Wenn der Markt die Quartalszahlen so liest wie Du, dann ist das kein Wunder.

    Nein, im Ernst: Fondsmanager denken nicht in Jahren, die denken in Halbjahresreports ihrer Fonds.
    Wenn der eigene Fonds gegenüber der Konkurrenz auch nur um 1% zurückbleibt und der Fondsmanager dann die “IBM-Loseraktie” in seinem Depot gegenüber seinem Chef rechtfertigen müsste, dann riskiert er seinen Job. Warren Buffett hingegen muss über “sein” Depot nur seinen Aktionären Rechenschaft ablegen – und die haben seinen Investmentstil akzeptiert.
    Geduld ist in einer so wettbewerbsintensiven Branche nicht gefragt – da zählt nur der schnelle Erfolg (leider – denn sonst müssten wir uns hier nicht eigene Gedanken machen, sondern könnten genau dies den besser ausgerüsteten Profis überlassen).

    Ein weiterer trendverstärkender Faktor an der Börse sind die Bewegungstrader, also die Jünger der Charttechnik-Lehre. Die wollen gar nicht wissen, was ein Unternehmen wert ist, sie wollen lediglich auf dem aktuellen Trend mitschwimmen und (ggf. sogar mit hohen Hebeln) einen “schnellen Euro” machen.

    Hinzu kommt noch, dass das steigende Volumen der Indexfonds den Markt zusätzlich destabilisiert – denn jeder Indexfonds, der einen marktkapitalsierungsgewichteten Index nachbaut, muss Titel mit steigendem Indexgewicht gedankenlos nachkaufen und die Titel mit fallendem Indexgewicht gedankenlos verkaufen. Dadurch werden bestehende Trends noch weiter verstärkt – und die Börsen auf lange Sicht zusätzlich destabilisiert.

    DIE WELT braucht immer Rohstoffe

    Das ist leider für die Bewertung von Rohstoffaktien völlig irrelevant.

    Relevant wäre, ob die Welt so viele Rohstoffe mehr braucht als bisher, wie die Bergbaukonzerne durch die Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten unterstellt haben.

    Durch ihre bewusste Überproduktion machen sich die BHP Billitons dieser Welt die eigenen Preise kaputt.
    In einem solchen Preiskrieg leiden zunächst mal die Margen aller Beteiligten, und wer am Ende siegreich daraus hervorgeht, das möchte ich mir zunächst mal in Ruhe ansehen.

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  29. Danke Karl, für dein Statement zu IBM, das ist jetzt mal ein Erklärung die ich nicht nur verstehe sondern auch als Kaufargument nachvollziehen kann. Ich glaube besser kann man es nicht darstellen. Jetzt muß IBM nur noch liefern dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen und 30-40% Kursgewinn müssten in absehbarer Zeit (1-2Jahre) zu realisieren sein. Möglicherweise hilft ja auch hier der Dollar und macht noch einen kleinen Knick nach unten so bis 1,10 vielleicht, könnte mir vorstellen spätestens dann werden die Amis ja was dagegen unternehmen.

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  30. Karl Napf: Einverstanden, dann tun wir das gleich mal:
    * Accenture: 12% EPS-Wachstum p. a. seit 2006 + 2,2% Dividende für KGV 17,5
    * IBM: 12% EPS-Wachstum p. a. seit 2006 + 2,3% Dividende für KGV 10,2
    Der maximale Gewinnrückgang pro Aktie liegt in beiden Fällen um die -10%.

    @Karl

    natürlich hast du recht das man aufgrund des geschäftsmodells apple nicht mit IBM vergleichen sollte, war auch nicht wirklich meine absicht…ich bezog mich nur auf schildkrötes aussage ob man etwa apple auf ATH kaufen solle, ok bei apple wird die kapitalisierung um 700 mrd tatsächlich luftig, andererseits zeigt ein ATH doch an das es bei einer firma rund läuft und sagt auch das man durchaus noch mehr erwarten kann….ist also nicht unbedingt/immer der falsche einstieg, während manche aktien niedrig bewertet eben das auch oft berechtigterweise sind…man weiß eben nie wie der markt eine story weiterhin bewertet…da kann man durchaus die historie Nokia und Apple als vergleich nehmen

    bei oberem vergleich zeigst du schön die unterbewertung von Big Blue aber du erwähnst nicht das Accenture selbst halbiert über genannten zeitraum noch deutlich besser gelaufen wäre als Big Blue…von daher ist IBMs standing am markt eben doch kein kurzfristiger ausreisser …und genau da stelle ich mir eben die frage woran das liegt bzw ob sich das in zukunft ändert, allein das ist ja das entscheidende thema….die vergangenheit jedenfalls warnt ein wenig

    den vergleich mit SAP hält IBM jedoch über 10 jahre gut stand (die meiste zeit lag man sogar vorne…halt bis zum letzten einbruch) wünsche selbstverständlich allen investierten eine gute entwicklung bei IBM…ich persönlich kann mich nicht wirklich zum kauf entscheiden…

    und auch wenn ich in dem fall mal ne andere meinung habe lese ich deine (Karls) analysen sehr gerne und bin immer wieder beeindruckt wie du deine ansichten darstellen und vermitteln kannst

    ach ja…bei schildkröte (den ich auch gern lese) wollte ich mich noch bedanken für die anregung KONE…iwo hatte er den finnischen aufzug und rolltreppenbauer mal erwähnt….den ich mir vor ein paar wochen zu 31€ ins depot gelegt habe…kurz später hat KONE den mittelfristigen seitwärtstrend verlassen und notiert auf ATH
    Auf diesen wert wäre ich wahrscheinlich von alleine nicht gestossen….

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  31. Nur eine Frage: was hat der Ölpreis mit IBM am Hut?

    Mit IBM speziell nichts, aber ein niedriger Ölpreis ist wie eine Art Konjunkturprogramm gerade in den USA. Für Unternehmen (weniger Kosten) wie auch für Privatleute (mehr für Konsum).

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  32. Guten Morgen !
    Einen ähnlichen, gegensätzlichen Verlauf zum Markt (ich weiss, kein Zusammenhang) zeigt Mattel.
    Für mich alle Parameter (Grösse, KGV, Kurs, Dividende) optimal – jedoch ging der Kurs nach unten.
    Wieso das nach Eurer Meinung ? Ich weiss, Barbie-Puppen verkaufen sich nicht so gut …aber trotzdem, eine gute Firma, oder ?
    Mich würde Eure Meinung interessieren …
    Danke schön und liebe Grüsse aus Ungarn !

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  33. @ Dr. Dividend
    Dass IBM bei der Cloud hinterherhinkt, hat die Chefin höchstselbst eingeräumt als sie meinte, dass dank des Verkauf s von weiterem Hardwaregeshäft jetzt verstärkt in die Cloud investiert werden könne und müsse. Natürlich wird IBM bereits Rechenzentren haben, schließlich war das mal der ureigenste Bereich von IBM. Nur, zum Zeitpunkt dieses Statements hatten beispielsweise Amazon und auch Microsoft weltweit verteilte Rechenzentren; Amazon hat erst jüngst in Deutschland (Frankfurt) ein neues eröffnet. Im nichtöffentlichen, sicherheitsrelevanten Bereich mit besonders hohen Anforderungen wird IBM alleine aufgrund seiner langjährigen Expertise und seines Namens (Marke) gute und mit hohen Margen versehene Geschäfte machen können. Aber Taktgeber in der Branche ist IBM nicht mehr (war es aber einmal: PC, Festplatte, Datenbanken).

    @ KN
    Jetzt würde ich Microsoft auch nicht mehr kaufen, aber vor zwei Jahren war es genau richtig. Insgesamt wären mir die meisten HighTechs momentan zu heiß.

    Ganz anders, und das war der Grund darauf hinzuweisen, sieht momentan der Energiesektor aus; er ist unter die Räder gekommen (KN warnte schon länger davor!). Wenn ich jetzt eine Kaufentscheidung zu treffen hätte, wäre nicht der IT-Sektor mein Ziellgebiet, sondern eher die Ölbranche mit sehr hohen Dividendenrenditen (mind. 5 %). Freilich nur, wenn man – wie ich – davon ausgeht, dass der Ölpreis wieder dreht.

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  34. RastaMann:
    Danke Karl, für dein Statement zu IBM, das ist jetzt mal ein Erklärung die ich nicht nur verstehe sondern auch als Kaufargument nachvollziehen kann. Ich glaube besser kann man es nicht darstellen. Jetzt muß IBM nur noch liefern dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen und 30-40% Kursgewinn müssten in absehbarer Zeit (1-2Jahre) zu realisieren sein. Möglicherweise hilft ja auch hier der Dollar und macht noch einen kleinen Knick nach unten so bis 1,10 vielleicht, könnte mir vorstellen spätestens dann werden die Amis ja was dagegen unternehmen.

    Tja, und wenn IBM dann tatsächlich liefert und dies anhand konkreter Ergebnisse unter Beweis stellt, dann hat der Markt das im Kurs längst eingepreist. [i]”Warum war ich damals nur so skeptisch und habe nicht gekauft, als der Kurs so günstig war!?”[/i] Aber kauft Euch mal ruhig die überhypte Apple, wo wenig Luft nach oben und viel Luft nach unten ist. Höchstkurse sind ja wie hier erwähnt ein Indiz dafür, dass bei dem Unternehmen alles rund läuft. Schon mal was von Schweinezyklus und Sicherheitsabschlag gehört?

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  35. @Alois:
    Festplatten und klassische PCs sind schon längst kein interessanter Bereich mehr, darum wurde das Zeug auch verkauft und nun von Lenovo vertrieben. Bei Datenbanken finde ich persönlich Oracle auch deutlich besser als MS oder IBM und da muss ich dir Recht geben, Oracle ist in diesem Bereich die Nummer 1.

    IBM ist jedoch ein IT Service Provider, Beratungs- und Softwareunternehmen. Der Serviceteil also Consulting und Outsourcing etc. macht den Großteil des Umsatzes aus. Und diesem Bereich ist IBM als Nummer 1 gut aufgestellt und wird auch die notwendigen Rechenzentren haben um für die Cloud wachsen zu können. Man sieht ja immer wieder, dass große Deals abgeschlossen worden sind. Im Softwarebereich ist IBM die Nummer 3 nach Microsoft und Oracle.

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  36. Und zu IBM gehört die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers. Zu welchen Softwareprodukten werden die ihren Kunden wohl im Zweifelsfall raten? :mail:

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  37. Nein, das ist falsch. IBM hat in 2002 nur die Consultingsparte von PwC aufgekauft und integriert.
    PwC selbst hingegen ist eine LLP und hat ihre Consultingsparte nach Verkauf IBM wieder neu im Advisory aufgebaut.

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  38. Larry.Livington:
    Nein, das ist falsch. IBM hat in 2002 nur die Consultingsparte von PwC aufgekauft und integriert.
    PwC selbst hingegen ist eine LLP und hat ihre Consultingsparte nach VerkaufIBM wieder neu im Advisory aufgebaut.

    Ich habe lediglich die UNTERNEHMENSBERATUNG pwc erwähnt. Mit keinem Wort habe ich von der WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT pwc gesprochen.

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  39. brothering01:
    andererseits zeigt ein ATH doch an das es bei einer firma rund läuft und sagt auch das man durchaus noch mehr erwarten kann…

    Wenn diese Logik gelten würde, dann müsste der Kurs jeder Aktie ins Unendliche steigen.
    Denn jede Aktie hat irgendwann einmal ihr Allzeit-Hoch gehabt – und danach hätte nach Deiner Vorstellung “durchaus noch mehr zu erwarten” sein müsste, also ein neues Allzeit-Hoch, nach welchem “durchaus noch mehr zu erwarten” hätte sein müssen, also wieder ein neues Allzeit-Hoch und so weiter und so fort.

    Das Gegenteil ist der Fall: Ein Allzeit-Hoch zeigt zunächst einmal nur, dass die Aktie so viel kostet wie nie zuvor. Das muss nicht bedeuten, dass die Aktie teuer ist, denn der Kurs der Aktie kann sich ja im Einklang mit dem Gewinn es Unternehmens entwickelt haben.
    Wenn eine Aktie um 50% steigt, der Unternehmensgewinn jedoch um 100%, dann ist die Aktie nicht “teurer” geworden, weil man nun ja mehr Gewinn pro eingesetztes Kapital erzielt (der u. a. in Form einer Dividende ausgeschüttet werden kann).
    Ist der Gewinn jedoch überhaupt nicht gestiegen, dann ist die Aktie eben tatsächlich um 50% teuerer als zuvor.

    Der Kurs allein kann also gar keine Aussage darüber liefern, ob die Aktie teuer oder billig ist. Deshalb muss auch das Allzeit-Hoch für die Beantwortung dieser Frage bedeutunglos sein.
    Wie kommt Du dann aber die Idee, dass die Aktie nach einem neuen Preisrekord wahrscheinlicher weiter steigen soll, als dass sie in die Nähe ihren vorherigen Preises zurückfällt?

    bei oberem vergleich zeigst du schön die unterbewertung von Big Blue aber du erwähnst nicht das Accenture selbst halbiert über genannten zeitraum noch deutlich besser gelaufen wäre als Big Blue…von daher ist IBMs standing am markt eben doch kein kurzfristiger ausreisser …und genau da stelle ich mir eben die frage woran das liegt bzw ob sich das in zukunft ändert, allein das ist ja das entscheidende thema….die vergangenheit jedenfalls warnt ein wenig

    Die Unterbewertung von Intel, Microsoft und Apple dauerte auch mehrere Jahre.
    Es ist einfach nicht zutreffend, dass der Markt immer alles sofort korrekt einpreisen würde.

    Ich gehe auch nicht davon aus, dass IBM innerhalb weniger Monate zu seinem normalen Bewertungsniveau zurückkehrt.
    Aber die Wahrscheinlichkeit, dass IBM um 15% steigt und Microsoft um 35% fällt (von 155% auf 100%), ist einfach höher als das Gegenteil – zumindest dann, wenn die vom Analystenkonsens prognostizierten Gewinne pro Aktie keine völligen Luftnummern sind.

    IBM und SAP sind nach KGV derzeit +10% höher bewertet als im Krisenjahr 2009/10; bei Accenture und Apple sind es jeweils +45%, bei Intel und Microsoft jeweils +70%. (Der von der Geldflut der Zentralbanken ausgelöste aktuelle Anlagenotstand macht sich also in einigen Aktienkursen durchaus bemerkbar – bei anderen hingegen nicht.)
    Und all dies wohlgemerkt, ohne dass beim Gewinn pro Aktie IBM merklich schlechter abschneiden würde als die anderen IT-Riesen (Microsoft +3% abflachend, Intel +5% abflachend, IBM +9%, SAP +10%, Accenture +12%, Apple +18% abflachend).

    Wenn ich ein defensiv ausgerichtetes Depot führen möchte, das bei der nächsten Krise möglichst wenig an Kursverlusten einstecken soll, dann möchte ich möglichst wenig an “Bewertungs-Luft” kaufen.
    Und dieses Kriterium erfüllen eben nur zwei der genannten Aktien: IBM und SAP.

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  40. Dann hast du mich nicht verstanden, nochmal: Die Unternehmensberatung PwC wurde von IBM gekauft und integriert. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat die Unternehmensberatung im Arm Advisory danach wieder neu aufgebaut.

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  41. Gili: Einen ähnlichen, gegensätzlichen Verlauf zum Markt (ich weiss, kein Zusammenhang) zeigt Mattel.
    Für mich alle Parameter (Grösse, KGV, Kurs, Dividende) optimal – jedoch ging der Kurs nach unten.
    Wieso das nach Eurer Meinung ?

    Gewinn pro Aktie:
    2004: $1.35
    2005: $1.01 (???)
    2006: $1.53
    2007: $1.54
    2008: $1.05 (Finanzkrise)
    2009: $1.45
    2010: $1.86
    2011: $2.18
    2012: $2.22
    2013: $2.58
    2014e: $1,95
    2015e: $2,18
    2016e: $2,22
    Der Analystenkonsens prognostiziert einen heftigen Gewinnrückschlag für 2014 und anschließend eine Stagnation des Gewinns pro Aktie auf dem Niveau von 2011.

    Ich habe keine KGV-Bewertungen für Mattel aus früheren Jahren griffbereit, aber wenn der Markt die Aktie basierend auf dem 2013er-Gewinn von $2,58 bewertet hat, dann ist die anschließende Entwicklung eine herbe Enttäuschung.
    Für einen stagnierenden Konsumwert finde ich das aktuelle KGV von 15 eher marktüblich, also zumindest kein Schnäppchen.
    Im Zeitalter der digitalen Unterhaltung sind die Produkte von Mattel deutlich weniger unverzichtbar als die Produkte etwa von Procter&Gamble, deshalb sollte die Bewertung von Mattel deutlich niedriger liegen als diejenige von P&G (und das tut sie auch).

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  42. na klar karl, auch hier bezog ich mich ja auf die aussage “overhypte apple”…selbstverständlich hat die nun eine gewisse fallhöhe erreicht und wenn iwann der “schweinezyklus” nachlässt/ins gegenteil dreht und die gewinne sich nicht mehr dauerhaft so steigern lassen wirds auch bei apple zu bewertungsveränderungen kommen…in den letzten jahren aber hat man gezeigt das man durchaus innovativ ist, eine kultmarke etabliert hat die einfach läuft und wo n haufen geld verdient wird…wenn man weiterhin wachsam bleibt und die marktveränderungen, die immer mal wieder anstehen, ernst nimmt kann apple durchaus noch länger in dieser position bleiben….NOKIA hat damals einen sich abzeichnenden trend völlig verschlafen

    meine aussage zu dem kauf auf ATH war ja eigentlich eher allgemein gedacht (um mal von apple wegzukommen) und natürlich heisst ATH nicht das es ewig weiter geht aber eben auch nicht das es nun zu ende mit der entwicklung ist….ist natürlich immer im einzelfall zu prüfen und abzuwägen…vor jahren hatte ich mir die american water works (AWK) angesehen und für zu teuer empfunden….naja und seitdem läuft von ATH zu ATH (übrigens ein chartbild wie an der linie gezogen) dazu auch noch eine ordentliche dividendenrendite….die 10 mio MK noch nicht ganz erreicht, vielleicht wird sie ja iwann auch für DS mal ein Thema
    dann hätte ich auch gleich mal noch eine frage wie du DISney einschätzt…leider habe ich bei der letzten korrektur zu lange gezögert…hätte gern eine erste position eröffnet

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  43. Karl Napf: Gewinn pro Aktie:
    2004: $1.35
    2005: $1.01 (???)
    2006: $1.53
    2007: $1.54
    2008: $1.05 (Finanzkrise)
    2009: $1.45
    2010: $1.86
    2011: $2.18
    2012: $2.22
    2013: $2.58
    2014e: $1,95
    2015e: $2,18
    2016e: $2,22
    Der Analystenkonsens prognostiziert einen heftigen Gewinnrückschlag für 2014 und anschließend eine Stagnation des Gewinns pro Aktie auf dem Niveau von 2011.

    Ich habe keine KGV-Bewertungen für Mattel aus früheren Jahren griffbereit, aber wenn der Markt die Aktie basierend auf dem 2013er-Gewinn von $2,58 bewertet hat, dann ist die anschließende Entwicklung eine herbe Enttäuschung.
    Für einen stagnierenden Konsumwert finde ich das aktuelle KGV von 15 eher marktüblich, also zumindest kein Schnäppchen.
    Im Zeitalter der digitalen Unterhaltung sind die Produkte von Mattel deutlich weniger unverzichtbar als die Produkte etwa von Procter&Gamble, deshalb sollte die Bewertung von Mattel deutlich niedriger liegen als diejenige von P&G (und das tut sie auch).

    Karl, danke schön für Deine Einschätzung !
    So sehe ich es eigentlich auch. Relativ normaler Kurs, relativ normale KGV, relativ normaler Gewinn, aber ziemlich hohe Dividende ….etwas zum Depot beizustreuen 🙂

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  44. Bezüglich Ölwerten. Hat jemand von euch Helmerich & Payne auf dem Schirm? Die wurden ja auch böse abgestraft…

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  45. brothering01:

    dann hätte ich auch gleich mal noch eine frage wie du DISney einschätzt…leider habe ich bei der letzten korrektur zu lange gezögert…hätte gern eine erste position eröffnet

    Disney die stehen bei mir auch ganz oben, die schlechtesten Ergebnisse (Daten seit 2004) im operativen Geschäft belaufen sich im Jahr 2007 -9,43%, EPS von 2007 auf 2009 -23,08%.
    Das Unternehmen hat nach meiner Berechnung ein Gewinnwachstum von 14,45% seit 2004.
    FCF liegt auch immer schön im plus und bei der Ausschüttungsquote ist auch noch viel Luft nach oben.
    Nur leider auch sehr teuer zur Zeit, liegt im Dow im schlechteren Mittelfeld.

    Bin auch gespannt was Karl drüber zu berichten weiß.

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  46. Alois: Insgesamt wären mir die meisten HighTechs momentan zu heiß.

    Es gibt ein paar schöne Ausnahmen. Eine “17+1”-Aktie, die normalerweise ein KGV von 15 kostet und derzeit ein KGV von knapp 17, hat durchaus ein Anrecht darauf, eine tragende Säule in unserem Depot zu sein (obwohl sie seit Anfang 2013 im Kurs um 30% gestiegen ist – genau das ist aber durch die Gewinn-Entwicklung mehr als berechtigt).

    Wenn ich jetzt eine Kaufentscheidung zu treffen hätte, wäre nicht der IT-Sektor mein Ziellgebiet, sondern eher die Ölbranche mit sehr hohen Dividendenrenditen (mind. 5 %). Freilich nur, wenn man – wie ich – davon ausgeht, dass der Ölpreis wieder dreht.

    Die Aussagekraft der Dividendenrendite hat uns gerade Seadrill ziemlich drastisch vorgeführt.

    Ich würde also eher mit einem stabilieren Bewertungsmaß argumentieren:
    Welche KBV- und KUV-Werte hatten Ölmultis in 2003 bzw. 2009, und wie weit von dem damaligen Niveau sind wir aktuell entfernt?

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  47. @Karl:

    Dachte die wären vllt interessant, weil die im Gegensatz zu den Großen auch noch gut gewachsen sind die letzten Jahre.

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  48. brothering01: vor jahren hatte ich mir die american water works (AWK) angesehen und für zu teuer empfunden…

    Nach welchem Bewertungsverfahren?

    naja und seitdem läuft von ATH zu ATH (übrigens ein chartbild wie an der linie gezogen)

    …auf ein aktuelles KGV von 20.
    Was kostete die Aktie, als Du Dich gegen den Kauf entschieden hattest?

    dann hätte ich auch gleich mal noch eine frage wie du DISney einschätzt…leider habe ich bei der letzten korrektur zu lange gezögert…hätte gern eine erste position eröffnet

    Teuer, insbesondere im direkten Branchenvergleich.

    Das KGV lag 2006-2013 immer zwischen 12 und 15; aktuell liegt es bei 20.

    Grundsätzlich sind die Zahlen gut (sehr robuste “10+1”); für ein KGV von 15 würde meine “Gier”-Funktion die Aktie kaufen.
    Von den Daten her (die besser sind als bei Nestlé oder Coca-Cola) würde ich ein KGV von etwa 17 noch für erträglich halten, also ca. 15% weniger als den aktuellen Kurs der Aktie.

    Das Problem bei Fernsehaktien ist, dass die Unternehmen zum Teil von Werbeeinnahmen leben – und das ist ein zyklisches Geschäft, weil ein Teil der Kunden selbst zyklisch ist und in einer Krise leichter seinen Werbeetat zusammenstreichen als Personal entlassen kann.
    (ProSiebenSat.1 ist ein ganz schreckliches Beispiel dafür.)
    Walt Disney ist davon relativ wenig betroffen (viel eigene Inhalte, viel Bezahlfernsehen), aber wenn die Branche als Ganzes in einer zyklischen Krise abgestraft wird, dann geht dies an Disney nicht spurlos vorüber: 2009 fiel das KGV auf 11.7, obwohl Disney in 2008 und 2009 lediglich zwei Gewinnrückgänge um jeweils -9% (in Euro) ablieferte – drei Jahre Stagnation 2007-2010 lasteten ziemlich nachdrücklich auf dem Kurs, der erst Anfang 2013 wieder die Obergrenze seines normalen Intervalls erreichte und seitdem in den Himmel geschossen ist.

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  49. Gili: relativ normaler Gewinn, aber ziemlich hohe Dividende ….etwas zum Depot beizustreuen

    Die Dividende ist immer nur ein Symptom, nie eine Ursache.
    2015 soll Mattel eine Dividende von $1,52 aus einem Gewinn von $1,95 ausschütten, das ist eine Quote von 78%.
    Da bleibt natürlich kaum Geld übrig, um den Gewinn pro Aktie durch Übernahmen und/oder Aktienrückkäufe zu steigern.
    Deshalb schafft das Unternehmen auch kein Umsatzwachstum mehr – und die Nettomarge auf den aktuellen 12% zu stabilisieren (vor 2011 lag sie niedriger), um den Gewinn wenigstens auf dem aktuellen Niveau zu halten, ist angesichts der aufstrebenden Konkurrenz (interaktive Medien) schwer genug.

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  50. Dr. Dividend: Dachte die wären vllt interessant, weil die im Gegensatz zu den Großen auch noch gut gewachsen sind die letzten Jahre.

    Das liegt nicht an der Größe, sondern am Geschäftsmodell: Helmerich&Payne ist ein Ölbohrkonzern, also ein Hersteller von “Schaufeln” für das Schwarze Gold und insbesondere ein Fracking-Gewinner.
    Der Maßstab für Helmerich&Payne ist also nicht Royal Dutch Shell, sondern Unternehmen wie Saipem, Schoeller-Bleckmann, Seadrill, Technip oder Transocean.

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  51. danke für deine meinung zu DIS…diese 15 % Abschlag gabs ja in der letzten korrektur fast…aktuell zu 93 werd ich auch nicht kaufen….80 fänd ich ok

    AWK…das wird so etwa anfang 2012 gewesen sein bei Kursen um 30 ca…und das KGV lag bei fast 20…naja und das bewertungsverfahren war halt einzig mein bauch(gefühl)…ist ja als wasserversorger im anstieg seitdem auch nicht spektakulär, aber dafür umso stetiger…selbst die verfehlung von prognosen (um 1 cent) werden mit weiter steigenden kursen quittiert…natürlich hat AWK immer mal wieder konsolidiert aber 5-10% verändern das KGV ja auch nicht entscheidend

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  52. brothering01: AWK…das wird so etwa anfang 2012 gewesen sein bei Kursen um 30 ca…und das KGV lag bei fast 20…natürlich hat AWK immer mal wieder konsolidiert aber 5-10% verändern das KGV ja auch nicht entscheidend

    Je höher das KGV, desto mehr KGV-Punkte sind 5-10% davon.

    Ich habe die Aktie gerade mal in meinen Datenbestand aufgenommen.
    Beobachtungen:
    * Bis 2008 (Börsengang) bzw. 2009 (Komplettausstieg) war das Unternehmen eine Tochter von RWE.
    * 2005-2009 schrieb das Unternehmen durchgehend rote Zahlen. (Was hat RWE da gemacht?)
    * Seit 2010 erzielt das Unternehmen zweistellig steigende Gewinne. (Was ist seitdem anders?)
    * 2010-2014 war die Aktie mit einem langsam steigenden KGV von 15-18 einigermaßen vernünftig bewertet.
    * 2014 legte der Aktienkurs um 30% zu, ohne dass der Gewinn sich wesentlich änderte; dadurch stieg das KGV+365d der Aktie auf aktuell luftige 20 (und das RWE-Management wird sich vermutlich in den Hintern beißen).

    Ich halte American Water für eine Modeaktie, die von Anlegern gekauft wird, die aus Atom- und Kohlestrom-Aktien mit gekürzten Dividenden (RWE, E.On!) in etwas inhaltlich Ähnliches mit stetig steigenden Dividenden fliehen wollen und sich keine Gedanken über die Bewertung machen.
    Zudem ist die Aktie auch durch einen Trend zu Nachhaltigkeitsfonds gepushed worden, denn Wasserversorger passen dort thematisch prima hinein und innerhalb der Branche hat AWK eine ziemlich hohe Marktkapitalisierung. Und wenn die Anleger solche Fonds “mit Geld bewerfen”, dann kaufen die eben die entsprechenden Aktien (womöglich sogar aufgrund eines entsprechenden Indexgewichts), ohne sich allzu viele Gedanken über den Kurs zu machen – Hauptsache, die Fondsgebühren fließen.

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  53. Bei den letzten Beitraegen ging es ja wild durcheinander. Ich habe es aufgegeben, all das zu lesen.
    Hier ging es eigentlich um die Skepsis gegenueber der Euphorie der IBM Fans, die von Alois und Toni auf den Punkt gebracht wurde. Sicherlich ist IBM auf einem Kursniveau,das zum Kaufen anregt. IBM steht auch bei mir auf unter 130 auf der Watchlist. Hier ist keiner, der die anderen grossen It Werte zum jetzigen Zeitpunkt fuer kaufenswerter haelt, auch nicht Apple. Gut fuer den, der diese Aktien hat und in der Vergangenheit diese zu Tiefstkursen immer wieder nachgekauft,bei Kgvs von 10 -12 und Renditen ueber 3%. Nur Cisco waere jetzt noch eine Ueberlegung wert.
    Was die Oelwerte betrifft: Die sind zwar etwas im Kurs zurueckgekommen, sehen auf Jahres-und 3Jahressicht noch gut aus,auch ex Dividende!!! bedeutend besser als die alte IBM , die noch zeigen muss, dass sie mit den alten und neuen Konkurrenten mithalten kann. Vor kurzem war ich mal ganz nah an einem Kauf von IBM dran. Dann habe ich doch anders entschieden, fuer Wincor Nixdorf. Das war im Nachhinein gut so. KURSGEWINN 10% ,Kgv 11, demnaechst Dividende von 1,75€. Ich wuensche allen IBM Fans die Erfuellung ihrer Traeume, pardon ihrer Berechnungen. Mal sehen, vielleicht kaufe ich ja doch noch die Aktie, sicherlich ,wenn der Kurs noch mal richtig auf Talfahrt geht

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  54. Karl Napf:
    “Es gibt ein paar schöne Ausnahmen. Eine “17+1″-Aktie, die normalerweise ein KGV von 15 kostet und derzeit ein KGV von knapp 17, hat durchaus ein Anrecht darauf, eine tragende Säule in unserem Depot zu sein (obwohl sie seit Anfang 2013 im Kurs um 30% gestiegen ist – genau das ist aber durch die Gewinn-Entwicklung mehr als berechtigt).”

    Hallo Karl,
    wenn du uns den Mund schon so wässrig machst, dann solltest du auch Ross und Reiter nennen.

    Und noch etwas anderes, wenn es schon so quer beet geht.
    Warum zieht die e-on-Aktie auf die Spaltungsnachricht hin so an, über 5 % in zwei Tagen? Dafür brauchen andere (IBM :-)) ein Jahr.

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  55. @Erich:

    Ich kann weder in den Beiträgen von Toni noch Alois etwas finden “was es auf den Punkt bringt”. Karl hat wieder einmal schön die Überbewertungen der anderen IT Werte aufgezeigt und ebenfalls gezeigt das IBM im Moment eher günstig ist. Zu den ganzen Aussagen bezüglich “der Zug ist abgefahren” oder warum die Aktie jetzt nicht kaufenswert sei konnte ich bisher keine richtigen Begründungen finden. So wie du schreibst bist du wohl eher ein Trader der halt mal zuschlägt wenn eine Aktie im Kurs gefallen ist und sich dann über 10% KURSGEWINN freut.

    Wünsche dir aber auch alles Gute für dein Investment in Nixdorf!

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  56. Ich habe auch IBM im Depot. Die zahlen seit 1913 kontinuierlich Dividende. Mehr als 100 Jahre!
    Wegen der Verschuldung habe ich mir auch Gedanken gemacht, aber bei einer EK-Rendite von knapp 100% und einer Gesamtkapitalrendite von fast 25% relativiert sich das wieder.
    Ich denke, wegen IBM muss man sich nicht viel Sorgen machen.

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  57. Erich: Bei den letzten Beitraegen ging es ja wild durcheinander. Ich habe es aufgegeben, all das zu lesen.

    Deshalb mache ich in jeden Beitrag den Zitat-Link auf das hinein, worauf ich antworte.
    (Wenn wir hier im Blog schon keine Baumstruktur mehr haben, dann müssen wir diese inhaltliche Verkettung eben manuell erzeugen.)

    Alois: wenn du uns den Mund schon so wässrig machst, dann solltest du auch Ross und Reiter nennen.

    Das Unternehmen ist sehr groß, das sollte jeder kennen.

    Und noch etwas anderes, wenn es schon so quer beet geht.
    Warum zieht die e-on-Aktie auf die Spaltungsnachricht hin so an, über 5 % in zwei Tagen? Dafür brauchen andere (IBM :-)) ein Jahr.

    Weil die Aufspaltung den “neu-E.On-Teil” vor einer eventuellen Pleite des Rests (mit den “atomaren Altlasten”) bewahren würde (ähnlich wie bei der Aufspaltung von Altria ab 2005).
    Die Teile sind in diesem Fall tatsächlich mehr wert als das Ganze.

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  58. Dr. Dividend: Ich würde auf Blackrock tippen

    Nicht gerade als HighTech-Wert bekannt, um die es bei der Antwort ging. Ich tippe eher auf cisco, kommt von den Daten her aber nicht ganz hin.
    Vielleicht spricht Karl doch noch Klartext.

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  59. Alois: Vielleicht spricht Karl doch noch Klartext.

    “Klartext” ist so ziemlich der unpassendste Begriff für diese Aktie. 😉

    Das Witzige an der aktuellen Diskussion ist, dass mein Zahlensalat mir nahelegt, das “Technik”-Gewicht im Depot (das ohnehin schon recht ordentlich ist) weiter zu erhöhen, weil es hier noch am ehesten robuste Wachstumstitel mit einer historisch angemessenen Bewertung gibt (ich lese gerade die Bilanzen eines Elektrotechnik-Konzerns, der von “17+1” zwar meilenweit entfernt ist, aber derzeit unter seinem normalen KGV-Durchschnitt gehandelt wird – wobei ich in den annual reports eine Fülle von Bereinigungs-Gründen entdeckt habe, die den 2015er-Gewinnsprung plötzlich sehr plausibel erscheinen lassen).

    Haushaltsgüter, Nahrungs- und Genussmittel hat “der Markt” als sicheren Hafen in einer zyklischen Korrektur bereits entdeckt und mit Beschlag belegt. Also versuche ich nicht, dort gegen eine Wand zu laufen.

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  60. Erich: Dann habe ich doch anders entschieden, fuer Wincor Nixdorf.
    Das war im Nachhinein gut so. KURSGEWINN 10% ,Kgv 11, demnaechst Dividende von 1,75€.

    Siehst Du hier irgend ein Gewinnwachstum?

    Für eine “0+5”-Anleihe mit Aktienrisiko (fünf Gewinnrückgänge in 2004-2014) ist die Bewertung mit 10% unter normalem KGV durchaus interessant (der “Gier”-Wert liegt im “halten”-Bereich und hätte im Oktober für 34 € sogar ein ganz knappes “kaufen” geschafft); das Papier hat dadurch zumindest bessere Werte als die “zunehmend ölige” BASF (“2+4” für KGV 13,2 bei normalen 10,7).

    Damit liegt die Aktie innerhalb des MDAX immerhin auf Position 6 von 50 Titeln – was nicht gerade für den MDAX als Investment spricht (in dem derzeit nur drei Aktien einen hauchdünn positiven “Gier”-Wert schaffen).

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  61. Alois: Nicht gerade als HighTech-Wert bekannt, um die es bei der Antwort ging. Ich tippe eher auf cisco, kommt von den Daten her aber nicht ganz hin.
    Vielleicht spricht Karl doch noch Klartext.

    Sorry Das hatte ich überlesen 😉

    Also Oracle kostet im Moment ein KGV von 17, Max Gewinnrückgang 0, weist aber nur eine 14+1 perfomance vor. Cisco hatte ich bisher nich erfasst.

    Bin aber auch neugierig was es sein könnte

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  62. Oracles Bilanzjahr endet bereits im Mai.

    Deshalb berechne ich die KGVs zum Jahresbeginn aus 5/12 zu 7/12 der Gewinne zweier benachbarter Jahre und blicke 7 Monate weiter in die Zukunft (als etwa bei IBM), was die Berücksichtigung von EPS2015e für KGV+365d angeht.
    Insbesondere verschiebe ich die Gewinnwerte von Unternehmen, bei denen diese Bilanzverschiebung um mehr als 6 Monate erfolgt, um ein Jahr nach vorne – deshalb habe ich als Wachstumsbasis diejenigen Werte, die Du für 2012-2016e hättest (statt 2011-2015e).
    Der Gewinn des “Bilanzjahres 2014”, das für Oracle bereits im Mai 2014 endete, steht in meiner Tabelle also in der Spalte für 2013, weil 7 der 12 Monate dieses Bilanzjahres aus dem Kalenderjahr 2013 stammen.
    Ohne diese Modifikation kannst Du nicht auf dieselben Werte kommen wie ich.

    Es gibt eine Reihe bekannter Aktien mit deutlich verschobenem Bilanzjahr; spontan fallen mir ein: Cisco, Microsoft, Siemens, Becton Dickinson, Medtronic, Walgreen, Diageo, General Mills, SABMiller, Starbucks, Nike, Clorox und Procter&Gamble. All diese Aktien schneiden zu schlecht ab, wenn man diese Verschiebung ignoriert.
    Ganz schlimm ist es bei Handels- und Bekleidungsunternehmen, die oftmals ihr Bilanzjahr im Januar abschließen, also um 11 Monate verschoben bilanzieren (das hat den Vorteil, dass Ostern immer ins erste Quartal fällt, wodurch Quartalsergebnisse besser vergleichbar werden).

    Bei einem Gewinnwachstum von 10% pro Jahr macht eine Verschiebung des Bilanzjahres um 6 Monate oftmals mehr als einen vollen KGV-Punkt aus, und das kann den Unterschied zwischen “kaufen” und “halten” bedeuten (im Frühjahr 2014 haben wir dadurch eine Aktie nicht gekauft, die ich nach heutigem Wissen unbedingt hätte haben wollen – als ich dies Mitte 2014 bemerkte, habe ich diese Verfeinerung in meine Tabellen eingebaut).

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  63. Karl vielen Dank für diese Erläuterung. Hast du da eine Logik eingebaut oder editierst du dann das Tabellenblatt für jeden Wert mit anderem bilanzjahr einzeln? Wie sieht das dann eig bei einem echten Jahreswechsel aus – der auch bald ansteht. Du verschiebst ja dann wahrscheinlich alles um eine Spalte nach links oder? Und 2004 fällt dann raus und 2016 kommt rein?

    Also war es doch Oracle 🙂

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  64. Karl Napf: Das liegt nicht an der Größe, sondern am Geschäftsmodell: Helmerich&Payne ist ein Ölbohrkonzern, also ein Hersteller von “Schaufeln” für das Schwarze Gold und insbesondere ein Fracking-Gewinner.
    Der Maßstab für Helmerich&Payne ist also nicht Royal Dutch Shell, sondern Unternehmen wie Saipem, Schoeller-Bleckmann, Seadrill, Technip oder Transocean.

    Sind die aufgeführten Unternehmen wirklich die Vergleichs-Unternehmen? Haben die wirklich am fracking partizipiert?
    Oft nicht US-Unternehmen.
    Eine schneller Blick auf die Kursentwicklung seit Anf. 2008 spricht dagegen und lässt auch die Großen Schlumberger und Halliburton alt aussehen.
    Ich interessiere mich für diesen Wert, habe ihn noch nicht nach deiner Methode angeschaut, nur mal aufgeschnappt, dass dieses Unternehmen maßgeblich an der fracking-Story beteiligt sei. Warum?
    Auf Grund der Gewinneinbrüche in der Finanzkrise dürfte die aktuelle Bewertung nicht günstig sein, aber der Ausblick ist sehr positiv.

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  65. Dr. Dividend: Karl vielen Dank für diese Erläuterung. Hast du da eine Logik eingebaut oder editierst du dann das Tabellenblatt für jeden Wert mit anderem bilanzjahr einzeln?

    Ich habe in der linken oberen Ecke des Datenblocks den Monat stehen, in dem das Bilanzjahr endet.
    Optisch ist das eine Zeichenkette, intern ist es eine Zahl (z. B. “270” für “September”), die in diverse Formeln bei der Berechnung von KGVs und Dividendenrenditen einfließt (wobei ich für die Monats-Korrektur mit einem 360-Tage-Jahr rechne – das ist dann minimal ungenau, aber besser als vorher).

    Wie sieht das dann eig bei einem echten Jahreswechsel aus – der auch bald ansteht. Du verschiebst ja dann wahrscheinlich alles um eine Spalte nach links oder? Und 2004 fällt dann raus und 2016 kommt rein?

    Ich werde (wie schon bei Jahresende 2013) alle Tabellen rechts um eine Spalte erweitern.

    Ich will bei 2006 als Basiswert für das Wachstum bleiben, weil das eine Position auf halbem Weg zwischen 2003er-Crash und 2007/08er-Blase war, die für eine langfristige Betrachtung einen fairen Vergleich zwischen Zyklikern und robusten Werten erlaubt.
    Würde ich die Tabellenspalten shiften, dann hätte ich in ein paar Jahren die Gewinndaten für 2009 als Basiswert für das Wachstum, und dann bekämen Zykliker astronomisch hohe Wachstumswerte.

    Also war es doch Oracle

    Ich sagte doch: “Klartext” ist so ziemlich das Gegenteil davon. 😉

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  66. efuzzy: Sind die aufgeführten Unternehmen wirklich die Vergleichs-Unternehmen? Haben die wirklich am fracking partizipiert?

    Sie sind zumindest vergleichbarer als einer von ihnen mit den Käufern ihrer Produkte.

    Eine eindimensionale Fracking-Wette halte ich übrigens für keinen Vorteil: Wer dabei hoch gestiegen ist, kann umso tiefer fallen, wenn der Fracking-Boom irgendwann zu Ende geht.

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  67. Wenn wir bei IBM schon Ölwerte diskutieren, so ist OMV (klein aber fein) schön zurückgekommen. Hat ein KGV von etwas über 7, eine Dividendenrendite von über 5 %. Könnte auch als Übernahmespekulation dienen und sollte, wenn der Ölpreis in zwei Jahren wieder das alte Niveau hat, deutlich Kursfantasie haben.

    Bin au Eure Einschätzung gespannt.

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  68. Karl Napf:

    Deshalb berechne ich die KGVs zum Jahresbeginn aus 5/12 zu 7/12 der Gewinne zweier benachbarter Jahre und blicke 7 Monate weiter in die Zukunft (als etwa bei IBM), was die Berücksichtigung von EPS2015e für KGV+365d angeht.
    Insbesondere verschiebe ich die Gewinnwerte von Unternehmen, bei denen diese Bilanzverschiebung um mehr als 6 Monate erfolgt, um ein Jahr nach vorne – deshalb habe ich als Wachstumsbasis diejenigen Werte, die Du für 2012-2016e hättest (statt 2011-2015e).

    Okay, also mit verschieben von 2014 in 2013 komme ich nun ebenfalls auf ein KGV+365d von 15. Jedoch verstehe ich noch nicht ganz wie du EPS und Dividende berechnest. Im Moment berechne ich das EPS mit folgender Formel:

    =((((12-MONAT(HEUTE()))*EPS2014)+(MONAT(HEUTE())*EPS2015))/12)

    Wenn ich bei einem Unternehmen mit verschobenem Bilanzjahr (Oracle mit Mai) nun sage Januar sei sozusagen Mai und meine Formel wie folgt anpasse:

    =((((12-MONAT(HEUTE()))-7*EPS2014)+(MONAT(HEUTE())+5*EPS2015))/12)

    dann funktioniert dies natürlich bis Mai einwandfrei, jedoch danach nicht mehr da ich negative Werte bzw. Werte größer als 12 bekomme. Wie hast du das gelöst?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Dr. Dividend

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  69. Dr. Dividend: dann funktioniert dies natürlich bis Mai einwandfrei, jedoch danach nicht mehr da ich negative Werte bzw. Werte größer als 12 bekomme. Wie hast du das gelöst?

    Zugegebenermaßen im Moment unsauber, weil ich diese negativen Werte einfach so akzeptiere.

    Die Idee dahinter ist: Wenn das Gewinnwachstum ungefähr konstant ist, dann ist die relative Änderung zwischen 2015 und 2014 dieselbe wie zwischen 2016 und 2015.
    Es spielt also (fast) keine Rolle, ob ich EPS2015 mit dem Gewicht 13/12 und EPS2014 mit dem Gewicht -1/12 verwende (was ich derzeit tue) oder EPS2015 mit dem Gewicht 11/12 und EPS2016 mit dem Gewicht 1/12 (was ich tun könnte, wenn meine Tabelle noch eine Spalte länger wäre – die Verschiebung um ein Kalenderjahr mache ich ja nur bei Titeln mit Bilanzjahresende zwischen Januar und Mai, deshalb fehlt mir beispielsweise für Procter&Gamble mit Bilanzjahresende im Juni genau diese zusätzliche Spalte).
    Am Jahresende muss ich die Tabelle ohnehin um eine Spalte erweitern; auf meiner “To-Do”-Liste steht, diesmal zwei Spalten anzufügen (4-traders.com hat diese Werte ja) und dann vielleicht die Formeln entsprechend anzupassen.

    Die ganz exakte Methode hat den Nachteil, dass ich dafür jeden Monat meine komplette Tabellensammlung durchgehen und einige wenige Titel auf das nächste Jahr weiter schalten müsste (nämlich diejenigen, deren Bilanzjahr gerade zu Ende gegangen ist). Genau diese ständige Wartungsarbeit möchte ich aber vermeiden.
    Und bisher klappt das ganz gut, weil es sich um Gewinnzahlen aus der Zukunft handelt, die noch nicht von Einmal-Effekten verzerrt sein können (weil noch kein Analyst weiß, ob solche Effekte eintreten werden).
    Die Annahme, dass das Gewinnwachstum in der Zukunft stetig sei, ist insofern relativ gut, weil die Analysten in der Regel einen Trend in die Zukunft fortschreiben. Deshalb ist der Fehler meiner bisherigen Methode ziemlich klein.
    Mit realen Gewinnen (also 2013/2014) könnte ich mir diese Methode nicht erlauben.

    Was ich versuchen könnte, das wäre, alle Formeln bedingt darauf zu formulieren, ob der aktuelle Monat größer oder kleiner ist als der letzte Monat des Bilanzjahres. Das würde die inkrementelle Pflegearbeit eliminieren.
    Vielleicht mache ich das während des “Spalten-Anbaus” zum Jahreswechsel gleich mit.
    Im Augenblick ist mir der “Leidensdruck” dafür nicht hoch genug – da lese ich lieber Bilanzen aktueller Kaufkandidaten (einen Titel im Depot haben wir gerade eben ausgetauscht, weil der bisherige Titel durch seinen Kursanstieg einen “Gier”-Wert von -10% erreicht hatte und sich ein Ersatzkandidat mit einem “Gier”-Wert von fast +5% anbot – noch dazu ein ganz außergewöhnlicher “6+6”-Titel für ein historisch normales 13er-KGV, und das Unternehmen ist zudem doppelt so groß wie das bisherige).

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  70. Dank dir!

    Hatte meine Formel mittlerweile auch schon so angepasst:
    =WENN(MONAT(1&A1)<7;WENN(MONAT(HEUTE())<MONAT(1&A1);((((12-MONAT(HEUTE())-MONAT(1&A1))*EPS2014)+(MONAT(HEUTE())+MONAT(1&A1)*EPS2015))/12);((((12-MONAT(HEUTE()))*EPS2014)+(MONAT(HEUTE())*EPS2015))/12));((((12-MONAT(HEUTE()))*EPS2014)+(MONAT(HEUTE())*EPS2015))/12))

    Wobei in A1 der Monat des Bilanzjahres steht.

    Vereinfacht dargestellt:

    Wenn Bilanzmonat < 7
    Wenn Aktueller Monat < Bilanzmonat
    (12-Aktueller Monat-Bilanzmonat x EPS14) + (Aktueller Monat + Bilanzmonat x EPS15) / 12
    Sonst
    (12-Aktueller Monat x EPS14) + (Aktueller Monat x EPS15) / 12
    Sonst
    (12-Aktueller Monat x EPS14) + (Aktueller Monat x EPS15) / 12

    Nimmst du bei Werten mit anderem Bilanzjahr dann auch statt den Kurs vom 1.1 den vom 1. des Monats in welchem das Bilanzjahr endet?

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  71. Dr. Dividend: Nimmst du bei Werten mit anderem Bilanzjahr dann auch statt den Kurs vom 1.1 den vom 1. des Monats in welchem das Bilanzjahr endet?

    Nein, weil ich dann in ein ganz anderes “Börsenklima” hineinfallen würde.
    Nimm Dir das Krisenjahr 2008/09: Wenn ich da vergleichbare Werte haben will, dann darf ich nicht für P&G den Kurs vom 1.7.2008 (vor dem Crash) verwenden und für Henkel den Kurs vom 1.1.2009 (nach dem Crash).
    Dasselbe gilt für Datumswerte vor bzw. nach der Jahresendrallye: Würde ich bei Siemens den Kurswert vom 1. Oktober verwenden, dann wäre dieser meistens relativ niedrig im Vergleich zu anderen DAX-Werten.

    Deshalb rechne ich ja den Gewinn eines “fiktiven Bilanzjahres” (nämlich eines Kalenderjahres) aus zwei realen Bilanzjahren zusammen, weil ich nur dadurch für die Kurse immer denselben Datumswert verwenden kann.
    Würde ich jeweils das Stichdatum des Kurses dem Bilanzjahr anpassen, dann könnte ich einfach die veröffentlichten EPS-Werte benutzen – das wäre viel einfacher, aber dann wären die Aktien untereinander auch wieder nicht vergleichbar, weil einige von ihnen mehrere Monate “Vorsprung” bezüglich künftiger Gewinne haben (und eben deshalb schon stärker mit KGV2015e oder sogar KGV2016e bewertet werden müssen als andere).

    Diese “Bilanzjahresverschmelzung” hat übrigens auch erhebliche Auswirkungen auf die Robustheitswerte, weil das schwache Jahr 2008/09 sich bei Unternehmen mit verschobenem Bilanzjahr anders auf die einzelnen Bilanzen verteilt als bei Unternehmen, deren Bilanzjahr deckungsgleich mit den 12 Monaten der schärfsten Krise war. Aber das betrifft vorrangig Zykliker, die in meinen Tabellen ohnehin nach hinten durchgereicht werden.

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  72. Okay habe noch ein paar Anpassungen vorgenommen, jedoch komme ich immer noch nur auf eine Performance von 12 + 1. Habe mein Berechnungen mal angehängt.

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  73. Dr. Dividend:
    IBM ist jedoch ein IT Service Provider, Beratungs- und Softwareunternehmen. Der Serviceteil also Consulting und Outsourcing etc. macht den Großteil des Umsatzes aus. Und diesem Bereich ist IBM als Nummer 1 gut aufgestellt und wird auch die notwendigen Rechenzentren haben um für die Cloud wachsen zu können. Man sieht ja immer wieder, dass große Deals abgeschlossen worden sind. Im Softwarebereich ist IBM die Nummer 3 nach Microsoft und Oracle.

    Korrekte Sichtweise.
    IBM bietet Infrastruktur-Services (Data Center shared/ dedicated, Netzwerk, etc), -Managementsoftware (Netcool, Tivoli, etc.) und Consulting (v.a. Data Center Consolidation) als Outsourcing für Unternehmen im großen Stil an. Daneben bieten sie ebenfalls Applications Management (SAP, Oracle, Business Applications, etc.) an.

    Klingt nicht sexy, ist aber lukrativ, da im Herzen eines Unternehmens. Ein Netzwerk-Outsourcing Deal für einen Dax 30 Konzern fängt bei EUR 500m für einen 5-7 Jahresvertrag (plus zusätzliche Scope-Erweiterungen über den kontrahierten Zeitraum) erst an. Sich als derartiger Service Provider bei einem großen Kunden zu etablieren, heißt, sich als strategischer Langzeitpartner zu etablieren – hier entsteht Cross- und Upselling Potential.

    IBM hat eine Referenz-Liste, eine Reputation, die sie manchmal erst auf die Shortlist für die Bid Deals bringen. Gerade für Financial Services und institutionelle Kunden ist dies wichtig. Indische Konkurrenten haben hierfür bei EU- und US-zentrierte zumeist einen Malus. Muss (wie bei Citi und Tata) nicht heißen, dass solche Deals nicht zustande kommen können; wohl aber, dass dies Hürden hierfür höher liegen.

    IBM ist groß genug, im Zuge ihrer Outsourcing Deals auch eine ungeliebte Personalübernahme anzubieten und zu organisatorisch zu verdauen. (Beispielsweise ein No-Go für eine Accenture.)

    Jetzt mag mancher Marktbeobachter einwerfen, dass die Zeit von Bid Outsourcing Deals vorbei sei und Kunden eher zu Multi-Sourcing Strategien tendieren. Das macht gefühlt seit Jahresbeginn die Runde. Allein die (Edit: im letzten Monat!) abgeschlossenen Milliarden-Verträge von IBM mit ABN Amro, Lufthansa und nun WPP sprechen eine andere Sprache (http://www.reuters.com/article/2014/12/02/us-ibm-wpp-idUSKCN0JG2EV20141202?feedType=RSS&feedName=businessNews).

    Zusammengefasst: In meiner Sicht ist IBM ist ein seriöser/ unsexy Anbieter von Corporate IT Services, der bei großen Infrastruktur-Deals nahezu stets auf der Short List steht. Der Markt solcher Deals ist da. Damit ist auch künftiges Potential für das IBM Geschäft gegeben.

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  74. Karl Napf
    die Verschiebung um ein Kalenderjahr mache ich ja nur bei Titeln mit Bilanzjahresende zwischen Januar und Mai, deshalb fehlt mir beispielsweise für Procter&Gamble mit Bilanzjahresende im Juni genau diese zusätzliche Spalte

    Ich habe das nun sogar bei Titeln mit Bilanzjahresende Juni gemacht und bei Procter & Gamble ist der Unterschied sehr krass. Hatte bisher einen Gier Wert von -12 und nun mit der Anpassung bezüglich des Bilanzjahres komme ich auf einen Gier Wert von -4

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  75. Karl Napf: Eine eindimensionale Fracking-Wette halte ich übrigens für keinen Vorteil: Wer dabei hoch gestiegen ist, kann umso tiefer fallen, wenn der Fracking-Boom irgendwann zu Ende geht.

    Ich traue mir keine verlässliche Prognose über die künftige dominierende Fördertechnik von Öl und Gas zu.
    Offenkundig scheint aber zu sein, dass die „klassische“ Fördertechnik zu Lande am versiegen ist und die noch potentiellen Lagerstätten politisch nicht stabiler werden. Die Risiken zu Wasser wurden offenkundig und die weltweite Übertragung des Fracking in andere Länder wohl nicht so restriktiv zu sehen ist wie momentan in Europa/Dld. Dies ist meine Interpretation eines ZEIT-Artikels „Ruhe vor dem Sturm“ , Ausgabe 49/14, für den ich keinen Link gefunden habe.
    Überraschenderweise komme ich zu einer positiven quantitativen Bewertung von H&P
    [ 10,3/3,7 und „gierwert“ 6,5]. Sollte man da nicht bei einem akt. KGV von ca. 11 ein Investment erwägen?
    Dachte, ein Investment muss nicht für die „Ewigkeit“ sein.

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  76. Ich traue im Moment keinem “Gier”-Wert für ein Unternehmen, das mit Ölförderung zu tun hat.
    Die Herabstufungen der Gewinnprognosen durch die Analysten haben gerade erst begonnen – die aktuellen KGVs der Ölbranche könnten dieselben Luftnummern sein wie die KGVs von Banken und Versicherungen zu Beginn des Jahres 2008, als niemand glaubte, dass die außer Kontrolle geratene Immobilienblase das gesamte Weltfinanzsystem aus den Angeln heben und einige der größten Banken und Versicherungen der Welt zerfetzen würde.
    Für diese Art von Erdbeben in einem gesamten Marktsegment ist meine Methode nicht zu gebrauchen – dafür ist sie zu langsam, weil sie auf die Reaktion der Analysten warten muss.
    Die “Gier”-Funktion ist dafür gedacht, stabile Wachstumsaktien zu finden und keine Turnaround-Spekulations-Kandidaten.

    Wenn es etwas gibt, was meine Denkweise zur Behandlung des aktuellen Öl-Themas beisteuern kann, dann ist das der Robustheitswert: Wie stark sind die Gewinne der diversen Ölunternehmen in 2008/09 eingebrochen? Wer stürzte in die roten Zahlen, wer kam mit -30% Gewinnrückgang davon? Daraus könnte man zumindest die potenziellen Hebel für die gesamte Marktbewegung (zuerst nach unten, anschließend hoffentlich wieder nach oben) abzuleiten versuchen.

    Wenn ich alle Titel meiner Tabellen, die etwas mit Öl zu tun haben, nach ihrem stärksten Gewinnrückgang seit 2004 sortiere (wobei ich fast überall unbereinigte Daten verwende, also diese bitte nicht auf die Goldwaage legen), dann komme ich auf folgende Liste:
    -23% Petrochina
    -25% Statoil
    -25% National Oilwell Varco
    -30% Schlumberger
    -32% Centrica
    -33% Woodside Petroleum
    -36% Technip
    -41% ENI s.p.a.
    -42% Petrobras
    -44% Total
    -47% Exxon Mobil
    -48% BG Group
    -51% BASF
    -52% Royal Dutch Shell
    -52% Occidental Petroleum
    -53% Chevron
    -57% OMV
    -58% Halliburton
    -73% Baker Hughes
    -74% Schoeller-Bleckmann
    -89% C.A.T. Oil
    -93% Repsol
    -115% Apache
    -115% Seadrill
    -124% BP plc
    -165% Saipem
    -191% Devon Energy
    -249% Anadarko Petroleum
    -301% SBM Offshore
    -335% Williams Companies
    -716% Transocean
    Sämtliche Ölmultis (außer BP mit seiner Deepwater-Horizon-Katastrophe, an der auch Transocean als Betreiber der Bohrplattform beteiligt war) blieben also durchgehend in den schwarzen Zahlen, während die Driller reihenweise in die Verlustzone rutschten.
    Andererseits sind Ausrüster wie National Oilwell Varco, Schlumberger und Technip (das sind die Hersteller der “Schaufeln”) sogar in der Spitzengruppe zu finden – sollte einer dieser Titel stärker fallen als die Ölmultis (weil er mit den Drillern in Sippenhaft genommen wird?), dann würde er mich vermutlich interessieren.

    Der Sinn dieser Tabelle ist es, einen Eindruck zu vermitteln, welche Art der Herabstufung für die Gewinnprognosen der Ölbranche ich ungefähr sehen möchte, bevor ich den “Gier”-Werten für solche Unternehmen wieder Beachtung schenken würde.

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  77. Ah, das hilft.

    Anmerkungen:

    1. Ich hatte einen Fehler in der Formel für das Gewinnwachstum 2011-2015e – bei der Verschiebung der Gewinndaten (cut&paste statt copy) ist diese Formel mit verschoben worden und basierte auf 2010 statt 2011 (verwendete aber nur die 4. Wurzel und war deshalb zu hoch). Dein Wert von abflachenden +12% ist also richtig.
    Ich habe gerade alle “verschobenen” Titel kontrollieren – die haben in meinen Tabellen eine andere Hintergrundfarbe in der Überschriften-Zeile – und tatsächlich noch einen weiteren solchen Tabellenfehler gefunden.

    2. Meine Gewinn-Werte für 2004-2008 (erfasst Anfang 2013) waren geringfügig andere als bei Dir. Ich habe meine Daten gerade auf die aktuellen Morningstar-Daten angepasst, was aber kaum etwas ändert – außer dass ich weniger überhöhte KGVs aus der Durchschnittsbildung ausblenden muss als bisher (ich habe mich gerade Deiner Auswahl angepasst, wobei bei Dir das 2008er-KGV noch ein Ausblende-Kandidat sein könnte – in meiner Tabelle ist die Differenz zwischen 2005 und 2008 größer).
    Ich habe allerdings auch nicht dieselben Kurswerte für frühere Jahre, sodass wir nie auf die exakt gleichen Ergebnisse kommen werden.

    3. In der ganz linken Spalte verwendest Du in den gelb hinterlegten Feldern Gewinn und Dividende aus der Spalte “2015”. Bei mir steht dort der Wert für “365 Tage in die Zukunft” (also eine gewichtete Mischung der Spalten “2014” und “2015”) – den Wert “für 2015” (tatsächlich ja 2016) werde ich erst im Mai 2015 verwenden.
    Deshalb ist mein KGV für Oracle höher (2,04 € => 16,69) und die Dividendenrendite niedriger (0,37 € => 1,08%), was insgesamt für einen “Gier”-Wert von +5% reicht.

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  78. Da wir in diesem Faden ausführlich über Öl diskutiert haben, hänge ich den Text mal hier dran (sonst passt er nirgendwo so richtig).
    Im WPF ist heute eine interessante Tabelle mit den höchsten prozentualen Ölpreis-Einbrüchen seit 1985 gepostet worden.

    Ich habe diese Tabelle mal nach Datum sortiert und versucht, jeweils einen Grund für den damaligen Preisrückgang zu benennen:
    Jahr____Hoch_____Tief__Rückgang___mögliche Ursache
    1985  $31,70   $10,40   -67,2%    US-Sparkassenkrise
    1990  $41,02   $17,56   -57,2%    zusätzliches Nordseeöl
    1997  $22,76   $11,61   -49,0%    Asienkrise
    2000  $36,12   $17,45   -51,7%    Russlandkrise
    2008 $138,54   $31,41   -77,3%    Weltfinanzkrise
    2014 $107,62   $60,94  (-43,4%)   (Fracking???)

    Sollte sich die aktuelle Preiskorrektur in eine führende Position dieser historischen Reihe einsortieren (was letzten Endes bedeuten würde, dass Fracking einen ähnlichen Effekt wie das Nordseeöl 1990 hätte), dann dürften wir noch deutlich niedriger Ölpreise vor uns haben ($40 kämen mir in diesem Fall durchaus plausibel vor – das wäre immerhin deutlich über dem Niveau von 2008).

    Der durchschnittliche prozentuale Preisrückgang bei den fünf Ereignissen 1985-2008 liegt bei -60,5%; sollte der aktuelle Preisrückgang diesen Durchschnittswert erreichen, dann würde dies einen Ölpreis von $42,5 bedeuten.

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  79. Ich gehe davon aus, dass die Zahlen stimmen. Der Zeitraum geht ja so weit in die Historie zurueck, dass kaum einer hier in der Runde Erfahrung mit diesen KRISEN hat. Wer das liest, macht wahrscheinlich einen grossen Bogen um Aktien, speziell um Oelaktien.
    Was die Boerse trotz oder gerader wegen dieser Oelkrisen gemacht hat, kann man nachlesen. Wer 30 Jahre lang in Dax oder Dow investiert war, hatte eine Rendite, die durch keine andere Anlageform zu toppen war. Wer es besser weiss, bitte.
    Und wie war das bei Oelaktien? Nur bei Exxon kann ich konkrete Daten nennen, die der Investment calculator liefert.
    Vor genau 30 Jahren stand der Wert bei 6,25Usd, jetzt nach dem Einbruch auf 86 Usd. Aus 10000 wurden ueber 138000. Die Dividenden sind dabei nicht eingerechnet.
    Bei Total entwickelte sich die Aktie von 5 auf 41, Rds von 5 auf jetzt 25. Bei beiden Werten kam aber immer eine tolle Dividende dazu.
    VOR EIN PAAR Wochen waere die Renditeentwicklung viel besser gewesen. Und wer in Schwaechephasen Immer wieder mal Aktien gekauft hat und immer wieder mal nach 30-40% Gewinn verkauft hat, kommt auf einenoch tollere Entwicklung.
    Ich halte lieber Werte wie Rds, Exxon und Total . Wenn die Kurse sich wieder erholen, ein schwacher Oelpreis wirkt ja aehnlich wie niedrige Zinsen konjunkturbelebend, dann sind die Renditen auf das Investment noch hoeher als die Renditen zu den aktuellen Kursen. Die oben genannten Werte sind solide Dividendenzahler und steigern haeufig ihre Dividenden.
    Aktien sollte man vor allem zu niedrigen Kursen kaufen, vor allem Oelwerte.
    Um auf Ibm zu kommen. Jetzt kann man gut die Aktie kaufen.
    Ich habe aber fuer dieses Jahr die “Buecher” geschlossen.
    Jetzt geht’s ab in den Urlaub. MEXIKO Ole – for wieks al inclusif.
    Fuer mich gibt’s dann Interessanteres als Boerse. Die laeuft auch so. ICH kann sie sowieso nicht beeinflussen und auch nicht berechnen.
    Ich bin dann mal weg. Wuensche allen frohe Weihnachtstage ,fuer 2015 ein glueckliches Haendchen bei der Aktienwahl und weiterhin tolle Diskussionen und Beitraege in diesem BLOG.
    MICHAEL und KARL , ihr seid wirklich Spitze.

      (Zitieren)

     
  80. Erich: Wer das liest, macht wahrscheinlich einen grossen Bogen um Aktien, speziell um Oelaktien.

    Wieso?

    -60% während einer Krise bergen das Potenzial von +150% allein schon bei der Rückkehr zum vorherigen Preisniveau.
    Und wie man an der Entwicklung der Hochs und Tiefs sehen kann, geht es mit dem Ölpreis auf lange Sicht deutlich bergauf.
    (Deshalb ist es ja so frustrierend, dass Exxon Mobil seit 2007 seine Gewinne pro Aktie nur mit umfangreichen Aktienrückkäufen gerade mal konstant halten kann – den Gewinnanstieg früherer Jahrzehnte mit einer damals viel höheren Inflationsrate kann ich heute nicht mehr in die Zukunft hochrechnen.)

    Entscheidend ist aber auch hier, nicht oben zu kaufen, sondern unten.
    Und bei solchen Kursbewegungen möchte ich zuerst eine solide Bodenbildung für den Ölpreis sehen (ein nachhaltig gebrochener Abwärtstrend wäre z. B. schon mal ein Anfang) – die ersten 10-20% auf dem Weg nach oben gebe ich dafür gerne an die “Mutigen” ab.

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  81. Entscheidend ist in der Tat , nicht oben zu kaufen…wenn ich mir die letzten 15 Jahre von BP ansehe , Erich , dann ist eben nicht alles nur eine Frage der Zeit…damals lagen die Werte um 9,0 , jetzt bei fast der Hälfte…

      (Zitieren)

     
  82. Karl Napf:

    Der durchschnittliche prozentuale Preisrückgang bei den fünf Ereignissen 1985-2008 liegt bei -60,5%; sollte der aktuelle Preisrückgang diesen Durchschnittswert erreichen, dann würde dies einen Ölpreis von $42,5 bedeuten.

    Danke für die Tabelle.

    Ich habe mir mal Statoil als ein Beispiel angeschaut.

    2008 ist der Wert ca. 60% eingebrochen, dieses Jahr “erst” ca. 40%. Nähert sich also dem “unten”.

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  83. IBM will angeblich rund 110.000 Mitarbeiter entlassen

    IBM bereitet angeblich massive Stellenstreichung vor. Laut einem Bericht von Forbes will es im Rahmen einer großen Restrukturierung seine weltweite Belegschaft um 26 Prozent reduzieren. Schon in dieser Woche droht demnach mehr als 110.000 Mitarbeitern die Kündigung bis spätestens Ende Februar.

    Das neue Restrukturierungsprogramm trägt laut Forbes-Autor Robert X. Cringely den Namen “Project Chrome”. Cringely selbst spricht in diesem Zusammenhang von einem “Blutbad”. Allerdings gibt es derzeit weder aus der Belegschaft noch von offizieller Seite eine Bestätigung oder Stellungnahme zu dem Bericht.

    Die Gewerkschaft Alliance@IBM äußerte bereits Zweifel an den genannten 26 Prozent. Dennoch scheinen erste Mitarbeiter Kündigungen erhalten zu haben. Ein anonymer Kommentator erklärte, er habe Kenntnis davon, dass seine Abteilung um 20 Prozent verkleinert werden soll. Andere Mitarbeiter berichten, ihr Arbeitgeber habe ihnen eine schlechte Leistungsbewertung ausgestellt und anschließend eine Abfindung angeboten. Davon scheinen aber in erster Linie ältere Angestellte betroffen zu sein.

    Klar aber sei, dass IBM die Belegschaft nicht für Management-Fehler verantwortlich machen könne, so die Arbeitnehmervertreter. Sie werfen in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob es auf diese Weise noch möglich sei, hochwertige Produkte und Services zu den Kunden zu bringen. In den Kommentaren auf der Website der Gewerkschaft werden auch Gerüchte diskutiert, dass Lance Crosby, CEO und Gründer von SoftLayer, das Unternehmen verlassen hat. Auch dazu gibt es bislang keine offizielle Verlautbarung von IBM.

    Angeblich sieht Project Chrome vor, dass die historisch gewachsenen Segmente Hardware, Software und Services, die derzeit mehr oder weniger isoliert voneinander agieren, aufgelöst werden. Im Gegenzug sollen neue Bereiche entstehen: Research, Sales und Delivery, Global Technology Services, Watson, Sicherheit, Handel und Analytics sowie Cloud. Es könnte sich um den größten Umbau in der 103-Jährigen Geschichte des Unternehmens handeln.

    Die Jahreszeit mag für Arbeitsplatzabbau günstig sein. Allerdings passt eine Aussage von IBM-Finanzchef Martin Schroeder von vergangener Woche nicht zu den kolportierten Stellenstreichungen – erst recht nicht in dieser Größenordnung. Der CFO erklärte nämlich zur Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen mit erneut rückläufigen Umsätzen, dass IBM im Vergleich zu 2014 die Restrukturierungen zurückfahren werde.

    Cringely zufolge werde IBM hingegen vor allem in der Service-Organisation in den USA und weltweit den Rotstift ansetzen. Aber auch die Bereiche Mainframe und Storage würden erhebliche Streichungen hinnehmen müssen, ebenso wie die Sparte Global Technology Services.

    Schon im November hatte Cringely angemerkt, es wäre für IBM zielführender, hier die Belegschaft aufzustocken. Nun schreibt der IBM-Beobachter: “Die Größe von Projekt Chrome legt den Schluss nahe, dass IBM drei bis vier Quartale vor die zu erwartenden Quartalsverluste kommen will. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die IBM-Verluste zu so etwas wie einem selbsterfüllenden Prozess geworden: Streichungen folgen auf immer schlechter werdende Services und sorgen so für immer mehr verärgerte Kunden und weiter rückläufige Geschäfte.” Die Einschnitte könnten das Unternehmen “traumatisieren” und für IBM-Kunden könne das nichts Gutes heißen: “Wenn Sie ein IBM-Anwender sind, sollten Sie sich jetzt besser daran machen, einen Plan zu erarbeiten, wie man Projekte weiterentwickeln und die Systeme am Laufen halten kann.”

    Dem lässt sich entgegenhalten, dass IBM nach wie vor stark daran interessiert ist, als Hardware-, System- und Service-Partner eine Rolle zu spielen – zumindest, wenn man den Worten von Ralf Fischer, Vice President Hardware Development bei IBM, Glauben schenkt. Der hatte anlässlich der Vorstellung des neuen Mainframes z13 deutlich gemacht, dass IBM auch langfristig im Bereich Hardware tätig sein wird.

    Die nächsten Tage werden zeigen, ob sich Cringelys Bericht bewahrheitet. Klar ist – und das wird von IBM auch nicht bestritten -, dass sich das Unternehmen in einer Phase schwieriger und umfassender Restrukturierungen befindet. CEO Ginni Rometty hatte schon vor einiger Zeit erklärt, dass man dafür einen langen Atem brauche.

    Quelle: ZDNET – MONTAG, 26. JANUAR 2015 16:01 GMT

      (Zitieren)

     
  84. Dividenden-Sammler: IBM will angeblich rund 110.000 Mitarbeiter entlassen
    IBM bereitet angeblich massive Stellenstreichung vor. Laut einem Bericht von Forbes will es im Rahmen einer großen Restrukturierung seine weltweite Belegschaft um 26 Prozent reduzieren. Schon in dieser Woche droht demnach mehr als 110.000 Mitarbeitern die Kündigung bis spätestens Ende Februar.

    Wenn 110.000 Mitarbeiter gleich 26% der Belegschaft sein sollen, dann müsste die Belegschaft insgesamt 110.000 * 100/26 = 423.077 Mitarbeiter umfassen.
    Die Anzahl der Mitarbeiter in der 2013er-Bilanz wird auf 431,212 beziffert. Das kommt also ungefähr hin.

    Seitdem hat IBM allerdings zwei Geschäftsbereiche verkauft:
    1. die “System-X”-Miniserver an Lenovo und
    2. die Chipsparte an Globalfoundries.
    Wie viele Mitarbeiter hat IBM im Zuge dieser beiden Spartenverkäufe bereits abgegeben?
    Sind diese bei der Zahl “110.000” bereits mitgezählt?

      (Zitieren)

     
  85. Karl Napf: Sind diese bei der Zahl “110.000” bereits mitgezählt?

    Keine Ahnung, weiß ich nicht.
    Mir kam es so vor wie wenn nicht!
    Aber es wurde ja von IBM selbst bereits wieder abgeschwächt…

    Vielleicht sollte man sich auch gar nicht um die täglichen Nachrichten kümmern, bei so großen Unternehmen.. :unsure:
    Bringt nur Verwirrung und Aufregung…

    Beste Grüße
    Michael

      (Zitieren)

     

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Kauf von IBM

geschrieben von Dividenden-Sammler Lesezeit: 4 min
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