Aktienverkäufe - Sell

Window Dressing beim Dividenden-Sammler-Depot

Window Dressing

Unter Window Dressing werden geschäftliche Maßnahmen vor allem Institutioneller Anleger verstanden, die kurze Zeit vor dem Abschlussstichtag ausschließlich der optischen Gestaltung des Bilanzbildes dienen sollen und nicht der dauerhaften Verbesserung der Bilanzstruktur. Quelle: Wikipedia

So ganz passt der Begriff Window Dressing natürlich nicht zu meiner Aktion ;-) Bei mir steht kein Abschlussstichtag vor der Türe und ich habe auch keine Bilanz, welche ich vorweisen muss.

Aber dennoch hat es einen Hauch von Aufräumarbeiten, denn ich habe drei Unternehmen aus meinem Depot raus geschmissen, welche ich nicht mehr langfristig haben wollte.

Es wurden am Donnerstag verkauft:

  1. BHP Billiton PLC
  2. Lorillard
  3. Vodafone
Window Dressing bei drei Unternehmen

Window Dressing bei drei Unternehmen

 

Bei BHP Billiton war der Grund, dass ich das komplette Unternehmen nicht einschätzen und verstehen kann. Auch kann ich nicht abschätzen, ob Milliardeninvestitionen sich irgendwann mal auszahlen! Auch wenn viele dieses Unternehmen im Bereich der Rohstoffe als Kerninvestment sehen, so kann ich nur sagen, dass ich mich bei diesem Unternehmen nicht wohl fühle. Und willst Du ein Unternehmen nicht 10 Jahre halten, so halte es auch keine 10 Minuten. Deswegen habe ich diese Position glatt gestellt.

Der Verkauf von Vodafone hat mit der Transaktion Vodafone/Verizon zu tun. Ich habe mich entschieden, auf AT&T und Verizon zu setzen. Die Neuordnung bei Vodafone gefällt mir nicht – deswegen gibt es nur einen Ausweg: Verkaufen!

Bei Lorillard wollte ich eigentlich warten, bis Reynolds ein gescheites Übernahmeangebot vorlegt. Aber seit gut zwei Monaten hört man nichts mehr davon! Also nahm ich den Kursanstieg in den letzten Tagen zum Anlass, Gewinne mit zu nehmen. Insgesamt werde ich zukünftig im Bereich Tabak auf die vier Unternehmen Altria, Philip Morris, BAT und Imperial Tobacco setzen.

 

Endabrechnung BHP Billiton und Lorillard

Beide Verkäufe haben insgesamt ein Plus gebracht!

BHP Billiton:

  • Gewinn in EUR (nach Kosten und Steuern): 19,13 EUR
  • Gesamtrendite der Transaktion: 2,85% p.a.

Lorillard:

  • Gewinn in EUR (nach Kosten und Steuern): 208,99 EUR
  • Gesamtrendite der Transaktion: 47,39% p.a.

 

Verkauf BHP und Lorillard - Endabrechnung

Verkauf BHP und Lorillard – Endabrechnung

Für Vodafone habe ich mir die Endabrechnung gespart, da es mir einfach zu kompliziert ist (dank der Verizon-Transaktion :-o )…

 

Frei verfügbare Liquidität nach dem Window Dressing

Insgesamt liegen nach dem Verkauf dieser drei Positionen und dem Verkauf von AstraZeneca nun knappe 4.000 EUR auf dem Verrechnungskonto, welche so bald wie möglich wieder investiert werden sollten!

Folgende Ideen stehen im Raum:

  • Kauf von Johnson & Johnson als Ersatz für AstraZeneca
  • Das Geld von Lorillard in eine anderes Tabakunternehmen stecken
  • Der BHP Billiton + Vodafone Erlös in Verizon investieren

 

Es wären aber auch komplette Neuinvestitionen denkbar:

  • Bank of Nova Scotia
  • PepsiCo
  • Unilever

 

Wünsche allen einen schönen und nicht zu nassen Sonntag!

Vielen Dank fürs Lesen! smilie-gelb-mit-hut

Euer
Dividenden-Sammler

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net

22 Gedanken zu „Window Dressing beim Dividenden-Sammler-Depot

  1. 1
    Kaffeetasse sagt:

    Mach mal eher so J&J, Pepsi und Unilever…Tabak hast du schon reichlichst.
    Finde die Aufräumaktionen gut und konsequent, D-S.
    Im Prinzip musste das Depot auch mal 1-2 Monate per Autopilot laufen lassen können.
    Daher sag ich: rein in die Wohlfühlaktien, wenn du kein Cash halten willst. :)

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  2. 2
    Markus sagt:

    Coole Sache Parker!

    Was sagt denn deine Watchlist?

    Wg. BNS – das sind doch Kanadier und wenn die ausschütten, dann behalten die gleich mal 25% Quellensteuer ein. Nur so am Rande, falls du dich wundern solltest was noch als Rest bei dir als Dividende ankommt.
    Das nur für den Fall, dass ich mich nicht irre.

    ~ Markus

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  3. 3
    Karl Napf sagt:

    Vodafone (Gesamtlistenposition 526) und Lorillard (Position 247) waren diejenigen beiden Aktien Deines Depots mit der höchsten aktuellen Überbewertung relativ zu ihrem langjährigen KGV-Schnitt.
    Bei Lorillard war dies allerdings durch die aktuelle Spekulation bedingt; sollte sich diese in Luft auflösen, stünde ggf. sogar einem Rückkauf der Aktie (zu einem KGV möglichst unter 14) nichts im Wege.

    Bei BHP Billiton (Position 180) schlage ich mich mit einem ähnlichen Problem herum, habe aber angesichts der aktuell moderaten Bewertung beschlossen, auf einen attraktiveren Ausstiegszeitpunkt zu warten.

    Nova Scotia ist nach meiner Liste derzeit nur die vier-attraktivste kanadische Bank – und nebenbei natürlich immer noch eine Bank, also ein potenzieller Zykliker (auch wenn Kanada von der letzten Finanzkrise nahezu unberührt blieb, was den besten vier Banken des Landes allesamt Top-100-Positionen in meiner Liste beschert).
    Wenn es nur um die Dividende geht – die bekommst Du mit einer Tier-1-Anleihe auch.

    Unilever N.V. (Position 132) mit KGV 19 ist aktuell kein Schnäppchen, Pepsico (Position 170) mit KGV 19 auch nicht.
    In einer Deiner Abstimmungen der Vergangenheit war ein (flüssiger) Branchenkollege vertreten, für den ich damals gestimmt habe und den ich diesen beiden Unternehmen weiterhin vorziehen würde (wenngleich auch diese Aktie aktuell nur Position 82 in meiner Gesamtliste schafft, bei robusten 7+3 für 8% über KGV-Schnitt).

    Auch bei Johnson & Johnson (Position 123) bezweifele ich, dass mitten im laufenden Pharma-Fusions-Rausch ein guter Zeitpunkt für einen Kauf sein kann.
    Das Unternehmen ist zweifellos sinnvoll für Dein Depot, aber es gab schon bessere Zeitpunkte für einen Kauf: In den vergangenen zwei Monaten ist die Aktie dem Dow Jones ein bisschen davongelaufen.

    Verizon klingt vom Timing her nach einer guten Idee, was sich in meiner Gesamtliste in einer Top-30-Position äußert.

    Die nach meiner Sortierung bestplatzierte Aktie Deines bisherigen Depots ist aktuell die wegen ihrer schwachen 2013er-Zahlen zuletzt eher schlecht gelaufene Centrica mit einer respektablen Position 45 (vor AT&T und zuletzt wieder schön erholten SSE, meinem Branchenliebling, den wir zum Jahreswechsel nachgekauft hatten), aber diese schon jetzt etwas größere Position wirst Du vermutlich nicht weiter aufstocken wollen, oder?

    Ich wäre im Augenblick auch bei den Tabakaktien zurückhaltend, aus demselben Grund wie bei den Pharmas: Wenn Lorillard wegen der Spekulation aktuell teuer geworden ist, dann zieht so etwas den gesamten Sektor mit hoch.
    Vor einem Jahr waren fast alle Tabakaktien günstiger als der Gesamtmarkt, inzwischen gilt das nicht mehr so deutlich.
    Die Tabak-Aktien liegen auf den Positionen 4, 5, 6 und 14 innerhalb Deines Portfolios (Imperial Tobacco ist langfristig der Underperformer in Deinem Quartett), bilden also durchaus zu Recht eine tragende Säule.
    Relativ zu ihren KGV-Durchschnitten liegen alle vier Aktien allerdings dicht beieinander (alle zwischen +13% und +20%), wobei BAT im Augenblick das teuerste der vier Unternehmen zu sein scheint (vielleicht wegen der Reynolds-Beteiligung?).
    Wenn ich im Augenblick eine Tabak-Aktie kaufen müsste, dann wäre dies der Marktführer in Russland (aus bekanntem Anlass), der als einziges Unternehmen der Branche derzeit ein KGV in der Nähe seines langjährigen Durchschnitts aufweist.

    Zur kanadischen Quellensteuer müsste Tutti etwas sagen können, die hat die Bank of Montreal im Depot.

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    1. 3.1
      Tutti sagt:

      Kann es sein, dass 4-Traders die aktuelle Gewinnwarnung für 2014 von Centrica noch nicht eingerechnet hat? http://uk.reuters.com/article/2014/05/08/uk-centrica-outlook-idUKKBN0DO0E320140508

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      1. 3.1.1
        Karl Napf sagt:

        Ja, natürlich.

        4-traders.com veröffentlicht ja nur den Durchschnitt aus den zahlreichen Analystenmeinungen, und bis diese eine Gewinnwarnung mehrheitlich in geänderte eigene Gewinnschätzungen umgesetzt haben, dauert es ein paar Wochen.
        Der Analystenkonsens erwartet noch 24,4pc EPS für 2014, während Centrica selbst nun 22-23pc als Ziel ausgegeben hat.

        Der als Grund angegebene milde Winter ist natürlich eher ein Einmal-Effekt (und Centrica selbst kündigt auch weiterhin eine Verbesserung für 2015 an), während die verlustbringenden Kraftwerke, die verkauft werden sollen (wer will die haben, und zu welchem Preis?) ein ähnlich fundamentales (aber anscheinend weniger umfangreiches) Problem darstellen wie beim deutschen Konkurrenten RWE.
        Von dessen zuletzt roten Zahlen scheint Centrica allerdings meilenweit entfernt zu sein, und nach einer Dividendenkürzung wie bei E.On oder Enel sieht es bei einer für 2014 erwarteten Ausschüttungsquote von 73% auch nicht aus.

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    2. 3.2
      Dave sagt:

      Karl Napf:
      Verizon klingt vom Timing her nach einer guten Idee, was sich in meiner Gesamtliste in einer Top-30-Position äußert.

      Warren Buffetts Berkshire Hathaway baute im letzten Quartal eine Position von 11 Millionen Verizon Aktien auf. Auch wenn das für Buffetts Dimensionen eine relativ kleine Beteiligung ist, ist es sicher kein schlechtes Zeichen…

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  4. 4
    Tutti sagt:

    Hallo,
    ja…bei meiner BMO verhält es sich so: einbehaltene Qst. 25% / anrechenbare Qst. 15% / rückforderbare Qst. 10%.
    Ich bin mit der Position zufrieden und sehe bei Finanzwerten im Moment nicht so viele anderweitige Möglichkeiten.

    Schönen Sonntag

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    1. 4.1
      Karl Napf sagt:

      Keine Vorabbefreiung für Kanada mit Formblatt NR301?

      Was meint Deine Depotbank zu diesem Thema?

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      1. 4.1.1

        Also ich habe von der Comdirect-Bank vor 6-12 Wochen neue Formulare für die Steuerbefreiung USA und Kanada erhalten, die man bis Monatsende (März oder April glaube ich) unterschrieben zurückschicken musste.

        Kanada war NR301: http://www.comdirect.de/cms/media/corp0335.pdf

        Ich denke schon, das ich jetzt die Scotiabank mal kaufen könnte um zu sehen, wie es sich mit der Steuer verhält…

        Beste Grüße
        D-S

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        1. 4.1.1.1
          albr sagt:

          also bei meinen bei der Comdirekt gehaltenen Royal Bank of Canada Aktien werden – seit Jahren – 15% abgezogen, welche direkt mit der dt. Steuer verrechnet werden; insofern alles in Ordnung ;)

          das entsprechende Formular musste ich im März wie D-S – aus welchen Gründen auch immer, WIEDER – ausfüllen…

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      2. 4.1.2
        Tutti sagt:

        Hallo Karl Napf,
        die Frage habe ich gerade dorthin weitergeleitet und werde dann mal berichten.

          (Zitieren)

  5. 5
    Kläuschen sagt:

    Hallo Mike
    Karl hat natürlich recht, die KGV’s der genannten Unternehmen sind aktuell relativ hoch. Das ist aber auch der aktuellen Situation geschuldet, der Zeit der niedrigen Zinsen. Geld kostet praktisch nichts. Bei der Neuanlage deines Kapitals würde ich dir auch raten ein wenig auf dein Bauchgefühl zu hören und nicht ausschließlich nach den Zahlen zu gehen. Und eines ist doch auch klar Qualität kostet eben auch seinen Preis. Qualität zahlt sich aber langfristig immer aus. Die Richtung die du aber genannt hast finde ich persönlich ganz gut. Ich bin vor kurzem bei Roche und Pepsi eingestiegen , langfristig kaum was falsch zu machen.
    Schönen Sonntag Gruß Klaus

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    1. 5.1
      Karl Napf sagt:

      Die KGVs sind nicht nur relativ hoch, sie sind auch relativ höher als bei anderen Unternehmen.

      KGV+365d gegen 10-Jahres-Durchschnitt:
      +60% Vodafone
      +38% Lorillard
      +20% British American Tobacco
      +17% Altria
      +16% Imperial Tobacco
      +13% Philip Morris International
      +12% Unilever
      +11% Pepsico
      +  7% Johnson & Johnson
      +  4% BHP Billiton plc.
      +  0% Roche
      -   1% Toronto-Dominion
      -   4% A T & T
      -   5% Bank of Montreal
      -   6% Bank of Nova Scotia
      -   8% Royal Bank of Canada
      - 10% Verizon

      Johnson & Johnson, Pepsico und Unilever sind also vom Timing her zumindest sinnvoller als alle Tabakwerte (deren normale KGVs innerhalb der defensiven Sektoren allerdings zu den niedrigsten zählen, gemessen an ihrer Robustheit und Performance).

      Toronto-Dominion hat nach meinen Daten den besseren Robustheitswert als Royal Bank of Canada (und liegt deshalb in meiner Gesamtliste vor den Branchenkonkurrenten); von der Größe und der Performance sind beide aber fast gleich, sodass im Moment die Royal Bank of Canada ggf. meine erste Wahl unter diesen vier kanadischen Banken wäre (7% Differenz sind immerhin knappe zwei zusätzliche Jahresdividenden).
      Im Finanzsektor schaue ich mir zumindest als Aktie aber keine Banken an (als Tier-Anleihe schon) – dort gibt es viel weniger riskante Unternehmen mit viel mehr Gewinnwachstum.

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  6. 6
    BadBanker sagt:

    Ggf. sollte eher überlegt werden, bestehende Postitionen auszubauen bzw. generell die Ordergröße zu erhöhen.

    Mit EUR 9,90 Mindestentgelt pro Order sollte Dich insbesondere der BHP-Verkauf 50% Deiner Rendite gekostet haben.

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  7. 7
    Matthinho sagt:

    Hallo D-S,

    so eine Aktion habe ich auch schon hinter mir.. VDO habe ich durch T ersetzt und als neue Investition habe ich Gazprom gekauft..
    Wie ist euere Meinung zu äußerst günstigen Gazprom??

    Gruß
    Matthinho

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    1. 7.1
      Karl Napf sagt:

      Für das traditionell niedrige KGV und die allgemein wachstumsschwache Branche kommt ziemlich wenig Dividende zurück.
      Bei solchen EM-Staatskonzernen wie Gazprom oder Rosneft (oder auch den Chinesen) besteht sicherlich die Gefahr, dass ausländische Investoren dafür benutzt werden könnten, soziale Wohltaten für die lokale Bevölkerung durch eine miese Rendite mitzufinanzieren.
      Auch über die Qualität der Bilanzierungsstandards wird es sicherlich geteilte Meinungen geben.

      Als Spekulation auf “politische Börsen haben kurze Beine” kann diese Aktie natürlich durchaus Sinn machen.

      Weil ich bei dieser Branche eher nicht auf Kursgewinne spekuliere, würde ich demjenigen, der es sich von der Depotgröße her leisten kann, als Investment eher zur höher ausschüttenden Variante raten: 7,25% Rendite (in US-Dollar) bei reduziertem Kursrisiko sind da schon mal eine Hausnummer.
      (Und das ist schon die kleinste Stückelung, die bei hinreichend langer Restlaufzeit in Umlauf ist – solche Brocken sind sicherlich nichts für das Portemonnaie des typischen Kleinsparers.)

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  8. 8
    Baldur sagt:

    Ich weiß nicht, ob hier überhaupt noch jemand liest, aber ich brauche Hilfe bei meiner Entscheidung, ob ich mich von Lorillard trennen soll. Heute hat die Aktie an einem Tag 9% plus gemacht. Mein Kursgewinn beträgt 35%.
    Wären es über 50% würde ich meinen Einsatz wiederholen und ein paar Aktien als “kostenlose” Aktien dauerhaft halten. Bei 35% ist die Position hingegen viel zu klein. Diese Alternative fällt daher leider aus :-(

    Daher: Verkaufen oder halten?

    Nach meiner Erfahrung sind solche hohen Anstiege an einem Tag eher immer ein Hinweis, dass das Ende des Anstiegs erreicht ist. Was meint Ihr?

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  9. 9
    1. 9.1
      Baldur sagt:

      :-) schon klar :-) aber rechtfertigt das den hohen Kurs. Lorillard hat wohl auch große Risiken, weil in den USA Menthol-Zigaretten verboten werden könnten. Die Risiken werden dann durch die Fusion sicher kleiner…

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      1. 9.1.1
        Tutti sagt:

        Hi, die Gespräche mit Reynolds bzw. BAT sollen ja schon sehr weit fortgeschritten sein. Ich warte daher erst mal ein Ergebnis ab.

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        1. 9.1.1.1
          Karl Napf sagt:

          Lorillard-Reynolds cigarette deal would face regulatory risk
          (Kursreaktion: Reynolds -2%, Lorillard -5%)

          Ich bin erstaunt, dass die beteiligten Tabakaktien überhaupt so deutlich gestiegen sind.
          Beide Unternehmen funktionieren (angesichts ihrer Gewinnprognosen für die kommenden Jahre) auch alleine gut genug, dass eine Fusion zwischen Gleichen das angemessene Vorgehen wäre; eine hohe Übernahmeprämie zu bezahlen sollte Reynolds eigentlich nicht nötig haben.
          Den Kursanstieg von British American Tobacco verstehe ich am wenigsten: Was hätte das Unternehmen davon, dass seine Beteiligung bei Reynolds durch eine an Lorillard zu zahlende Übernahmeprämie deutlich verwässert würde?

          Die aktuelle Situation macht mich einigermaßen ratlos.
          Einerseits waren die Tabakaktien (gemessen an Gewinnwachstum und Robustheit) vor einem Jahr unterbewertet, und die KGVs von derzeit um die 16 sind für robuste 10% Performance nach wie vor deutlich attraktiver als Coca-Cola, Nestlé oder Procter & Gamble.
          Andererseits sind Tabakaktien (aufgrund ihrer von staatlichen Eingriffen bedrohten langfristigen Perspektiven) traditionell niedriger bewertet (der 10-Jahres-Durchschnitt der KGVs liegt zwischen 12 und 14), sodass diese Aktien nun mit inzwischen um die 20% (bei Lorillard sogar 30%) Aufschlag auf ihren KGV-Durchschnitt überwiegend nicht mehr günstig erscheinen.

          Es kann natürlich sein, dass derzeit die Spekulanten in den Sektor eingestiegen sind (wenn die Bewertungen hoch sind, dann sieht Zocken relativ zum soliden Investieren plötzlich attraktiv aus) und auf eine ähnliche kurzfristige Entwicklung wie bei den Pharmatiteln hoffen (“wo Rauch ist, ist auch Feuer”).
          Aber gerade das Beispiel Pfizer / AstraZeneca zeigt, dass man sich an diesem Feuer auch die Finger verbrennen kann.

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  10. 10
    Baldur sagt:

    So, ich habe mich jetzt auch von Lorillard getrennt. Ich habe ohnehin noch Altria im Depot und will nicht in Klumpenrisiken geraten.

      (Zitieren)

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