Depotübersicht

Depotübersicht 2014 – KW 11

Aktienanleger bekommen Gegenwind

“Der Markt hilft wie der Herr denen, die sich selbst helfen. Aber anders als der Herr vergibt der Markt nicht denen, die nicht wissen, was sie tun.” (Warren E. Buffet)

Mit freundlicher Genehmigung von Intelligent Investieren

Die Anleger fahren in den aktuellen Tagen durch ungemütliches Gewässer! Die vor Wochen von vielen Analysten angepriesene höhere Volatilität ist nun Realität geworden.
Der VDAX-new zeigt durch seinen höheren Wert klar an, wie der Hase läuft:

Der VDAX bzw. VDAX-new misst die zu erwartende Schwankungsbreite für die nächsten 30 Tage. Er zeigt als die mögliche Zukunft an und nicht die Bewegungsbreite, welche bisher erfolgt ist.

Für den amerikanischen Markt heißt der entsprechende Volatilitätsindex VIX (CBOE Volatility Index), der sich auf den S&P 500 bezieht.

Beide Indizes sind über die Comdirect-Bank als Chart abrufbar:

VIX (S&P 500): Link zum Comdirect-Chart
VDAX-new (DAX): Link zum Comdirect-Chart

 

Die bösen Drei

Aktuell wirken drei Dinge negativ auf die Märkte ein:

  1. Die Krim-Krise – Ukraine, Russland, EU und USA in einem Ring – und keiner gibt nach!
  2. China hält sich aus der Krim-Krise raus. Ist aber auch kein Wunder, denn die haben mit ihrer abkühlenden Wirtschaft selbst genug Sorgen am Hals
  3. Die weltweiten Leitzinsen müssen (bald) erhöht werden. Zudem müssen die USA die monatlichen Anleihenkäufe weiter verringern

 

Schon 1960 titelte ein Zeitungsartikel in dem Blatt “Die Zeit”:

Die Zukunft bleibt ungewiß

Dieser (aus dem Zusammenhang gerissenen Überschrift) ist für die Börsenzukunft im Jahr 2014 nichts mehr hinzu zu fügen! ;-)

 

Depotübersicht KW 11

Und nun die aktuelle Übersicht zum Dividenden-Depot im Jahr 2014.
Zeitpunkt: Ende KW 11, per 14.03.2014:

Veränderung in dieser Woche:
Depotvermögen: -324,83 EUR (das entspricht einem Verlust von -1,45%)

Diese Woche sind im Dividenden-Depot gestiegen / gefallen:
6 Werte (27%) sind gestiegen
16 Werte (73%) sind gefallen
Größter Gewinner war The Southern Co. mit einem Plus von +2,97%
Größter Verlierer war Daimler mit einem Minus von -4,49%

Zusammenfassung Dividenden-Depot:
Unternehmen im Depot: 22
Depotwert in EUR: 22.042,37
Kaufwert in EUR: 21.192,51
Differenz seit Kauf in EUR: +849,86
Differenz seit Kauf in %: +4,01%
Beleihungswert in EUR: 7.225,45

Graphische Übersicht zum Dividenden-Depot:

Depotübersicht 1 - 14.03.2014

Depotübersicht 1 – 14.03.2014

Depotübersicht 2 - 14.03.2014

Depotübersicht 2 – 14.03.2014

 

Wie seht ihr die zukünftige Entwicklung der Märkte?

Vielen Dank fürs Lesen! smilie-gelb-mit-hut

Euer
Dividenden-Sammler

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von renjith krishnan / FreeDigitalPhotos.net

9 Gedanken zu „Depotübersicht 2014 – KW 11

  1. 1
    Kaffeetasse sagt:

    Wenn ich du wäre, würde ich mein Depot mit Shorts absichern…

      (Zitieren)

    1. 1.1
      Karl Napf sagt:

      Nein, das würdest Du nicht tun – weil es nicht zu seinem Anlagestil passt.

      Außerdem: Wieso jetzt short gehen, wo alle auf die Ukraine schauen und die zittrigen Hände bereits 10% abgegeben haben?
      Als alle den DAX 10000 ausgerufen haben, da wäre Shorten eine gute Idee gewesen.

        (Zitieren)

    2. 1.2

      Erste Variante: Die Aktien oben verkaufen und unten erneut kaufen. Problem: Timing. Zudem machen das die großen Gesellschaften auch nicht, denn das würde die Kurse erste richtig zersäbeln.

      Zweite Variante: Aktien behalten und per Optionscheine oder Bear-Hebelzertifikate short gehen. Problem 1: Timing / Problem 2: Bei Hebelzertifikate: Totelverlustrisiko | Bei Optionsscheinen: Zeitwertverlust

      Dritte Variante: Alles so lassen wie es ist. Dividenden kassieren und Kursverluste (unrealisiert, nur auf dem Papier / im Depot vorhanden) akzeptieren. Bei steigenden Kurs dann wieder Aktien dazukaufen.

      Meine Entscheidung fällt für Variante drei, wobei ich Variante zwei auch schon öfter in Erwägung gezogen und auch drüber gesprochen habe.

      Variante drei ist allerdings nicht möglich, wenn man keine Liquidität für weitere Zukäufe hat. Da das bei mir glücklicherweise nicht der Fall ist, geht Variante drei für mich in Ordnung!

      Beste Grüße
      D-S

        (Zitieren)

      1. 1.2.1
        Alois sagt:

        Warum nicht die Krim-/Ukraine-/Rußlandkrise nutzen und bislang geparktes Kapital antizyklisch an den Markt bringen. Was ist am stärksten gefallen: Rußland.

        Deshalb kaufe ich am Montag Gaszprom mit KGV kleiner 3 und Dividende über 7 %. In 5 Jahren schauen wir dann, was daraus geworden ist. Nach Verdoppelung wird wieder verkauft, da es keine Ewigkeitsaktie ist. Dazu ist mir Rußland zu unsicher.
        Auch der Rohstoffsektor ist wegen der Schwellenländerschwäche stark unter Druck, weshalb ich mir noch Vale (Brasilien) anschauen werde.

        Ich werde höchstens 5% meine Depots in diese Title stecken als spekulative Beimischung. Beide haben genügend Cashflow, um langfristig Dividende zu zahlen.
        Wenn sich die politischen Wolken wieder verzogen haben, weil andere Säue durch’s Dorf getrieben werden, habe beide Titel gute Chancen wieder deutlich zuzulegen. Das ist Contrarian-Investment , mit dem ich bislang gut gefahren bin.

          (Zitieren)

        1. 1.2.1.1

          Also ich halte mich da momentan eher noch 1-2 Wochen raus.

          Interessant wäre für mich, wenn z.B. BASF im Zuge der Krim-Krise auf 70 EUR nachgeben würde (was allerdings noch gute 9% weg ist – fast zu viel des Guten).

          Oder Anfang März könnte ich einen Titel aus dem Depotbestand nachkaufen, der in den letzten 4 Wochen am meisten verloren hat. Das wäre dann aktuell der Krisenverlierer – und nach der Krise der Krisengewinner ;-)

          Aber Lukoil oder Gaszprom kaufe ich wegen der Krise trotzdem nicht.

          Beste Grüße
          D-S

            (Zitieren)

        2. 1.2.1.2
          Schildkröte sagt:

          “Deshalb kaufe ich am Montag Gaszprom mit KGV kleiner 3 und Dividende über 7 %. ”

          Das ergibt dann im Unkehrschluss eine Ausschüttungsquote von ca. 16%… Klasse für einen Ölmulti! Und von dem Währungsrisiko sowie den politischen Schwierigkeiten dieses VEB wollen wir mal gar nicht erst reden.

            (Zitieren)

  2. 2
    Larry.Livingston sagt:

    Wieso fahren alle so auf Gazprom ab? Wenn man mich zwingen würde, dann würde ich eher Lukoil nehmen.

      (Zitieren)

  3. 3
    Alois sagt:

    Schildkröte:
    “Deshalb kaufe ich am Montag Gaszprom mit KGV kleiner 3 und Dividende über 7 %. ”

    Das ergibt dann im Unkehrschluss eine Ausschüttungsquote von ca. 16%…

    Das mit den 16 % verstehe ich nicht.
    Ich sehe das so wie in der Finanzkrise als der Aktienmarkt in Gänze extrem einbrach, so ist das aufgrund der Krimkrise derzeit mit russischen Aktien. Die werden jetzt unabhängig von ihrer Substanz zu billigen Preisen verkauft. Die Aktien, die ich auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gekauft habe, sind bis zu 400 % in 5 Jahren gestiegen. Ich habe zweistellige persönliche Dividendenrenditen. Mit substanzstarken russischen Aktien sollte das auch möglich sein, zumal auch der Rubel zweistellig abgewertet wurde.
    Aber natürlich misstraue ich den russischen Aktienmarkt auch, was die Rechtssicherheit, Korruption usw. anbelangt.
    Das Risiko, das natürlich besteht, ist, dass sich die Krise weiter zuspitzt; es sogar zu Krieg kommt. Dann geht natürlich alles gegen Süden.

      (Zitieren)

    1. 3.1
      Schildkröte sagt:

      “Das mit den 16 % verstehe ich nicht.”

      Ist Dir der Zusammenhang zwischen

      - Aktienkurs
      - Gewinn pro Aktie
      - KGV
      - Dividende pro Aktie
      - Ausschüttungsquote
      - Dividendenrendite in Bezug auf den AKTUELLEN Aktienkurs

      nicht klar?

      Letztendlich ist die Dividendenrendite der Kehrwert vom KGV. Exxon hat eine Ausschüttungsquote von 32%, RDS 50%. Stell Dir mal vor Gazprom hätte eine so hohe Ausschüttungsquote wie seine westlichen Konkurrenten. Dann hätte Gazprom eine dermaßen hohe Dividendenrendite, die ein gesunder Menschenverstand zumindest hinterfragen sollte.

        (Zitieren)

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