Watchlist – Änderung der Positionen

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HCP springt die watchlist hoch und runter

Am 16. Dezember hatte ich in einem Beitrag gezeigt, wie sich die auf der watchlist befindlichen Positionen verschieben. In dem damaligen Beitrag hatte ich das Unternehmen HCP herausgehoben, da es um 8 Plätze nach oben geschossen ist.

In dem heutigen Beitrag nehme ich erneut HCP, denn das Unternehmen ist nach knapp vier Wochen nun wieder um 5 Plätze innerhalb der watchlist gefallen. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, da der Kurs stark gestiegen ist.

Vergleichswerte HCP:
15.11.2013 -> 13.12.2013 = +8 Plätze
13.12.2013 ->  10.01.2014 = -5 Plätze

Im Chart sieht man optisch (blauer Kreis) die ausgewählten Zeitpunkte. Fällt eine Aktie stark, rutscht sie in der watchlist nach oben und sollte eher gekauft werden. Steigt der Kurs wieder, wird die Aktie unrentabler und rutscht somit in der watchlist wieder nach unten.

Chart von HCP
Quelle: Tradesignal Online

 

Liste der Unternehmen
Liste der Unternehmen

Damit jeder selbst die watchlist und die entsprechenden Veränderungen nachvollziehen kann, stelle ich die Excel-Seite mit den Veränderungen hier zur Verfügung:

 

Die nächste große Veränderung wird in vier Wochen stattfinden. Denn momentan wird das Dividendenwachstum noch mit der Dividende von 2012 berechnet. In den nächsten Wochen werde ich die 2013er Dividende bei allen 153 Unternehmen eintragen. Dann könnte es möglicherweise größere Verschiebungen geben. Durch die (ab jetzt monatlich) geführte Änderungsliste kann man genau nachverfolgen, welcher Wert wohin „gewandert“ ist.

 

Anpassung der watchlist

Im Zusammenhang mit dem Ergänzen der 2013er Dividenden werde ich die watchlist auch von der Unternehmensseite ein wenig anpassen. Alle LPs und MLPs werden aus der watchlist entfernt, da ich aus steuerlichen Gründen nicht in diese Companies investieren möchte.

Neuzugänge könnten möglicherweise sein: Fielmann, Comdirect, Freenet, Mondolez, Mastercard, Eli Lilly und diverse Schweizer Unternehmen.

Die sture Grenze der Mindestmarktkapitalisierung in Höhe von 10. Mrd. EUR als Aufnahmekriterium ist somit dahin, wie man an Fielmann, Comdirect oder Freenet leicht erkennen kann.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich nun besser mehrere watchlisten erstellen soll. Möglicherweise getrennt nach Marktkapitalisierung. Oder nach Ländern. Oder nach Häufigkeit der Dividendenerhöhungen… Ich denke das wird sich in den nächsten Wochen ergeben… 🙂

Habt ihr Vorschläge oder Ideen zur verbesserten Führung der watchlist?

Vielen Dank fürs Lesen!

Euer
Dividenden-Sammler

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von jannoon028 / FreeDigitalPhotos.net

32 thoughts on “Watchlist – Änderung der Positionen”

  1. Comdirect und Eli Lilly sind „lame ducks“.
    Mondelēz International ist erst im Oktober 2012 abgespalten worden, was die Bewertung der beiden Teile sehr erschwert.
    Fielmann hatte selbst in der Krise 2008/09 kein KGV unter 17 und seitdem auch kein zweistelliges Wachstum mehr.
    Von Freenet verstehe ich zwar das Geschäftsmodell nicht, und der Gewinn 2007 war eine schwarze Null, aber davon abgesehen könnte das eine der funktionierenden Dividendenaktien sein.

    Ich habe meine Titellisten nach Branchen-Obergruppe angeordnet (Bau, Chemie&Öl, Dienstleister, Finanzen, Gesundheit, Konsumgüter, Maschinen, Nahrung&Genuss, Rohstoffe, Technik, Versorger), weil ich möglichst Gleiches mit Gleichem vergleichen möchte.
    Länder interessieren mich kaum, Marktkapitalisierung ist ggf. ein Grund, keine Daten zu erfassen, weil es für kleine Nebenwerte kaum Analysten-Coverage und deswegen auch keine 2015er-Gewinnprognosen gibt.

      (Zitieren)

     
  2. Neben diesen branchenspezifischen Listen (die sämtliche Titel enthalten, für die ich Daten habe – man muss auch die schlechten Unternehmen kennen, um die guten als solche erkennen zu können) übertrage ich Titel, die ich irgendwie besonders interessant finde, in eine zusätzliche „Performance“-Gesamtliste (die ungefähr der „Watchlist“ von Onassis entspricht).

    Diese war ursprünglich genau wie die anderen Listen sortiert nach Gewinnwachstum plus Dividende, aber inzwischen habe ich hier zwei Änderungen eingebaut:
    1. Der maximale Gewinneinbruch (in Prozent) zum Quadrat wird mit seinem Original-Vorzeichen versehen, durch 3 geteilt und zur Performance addiert (was in den meisten Fällen einen negativen Summanden ergibt).
    2. Die aktuelle KGV-Bewertung relativ zum KGV-Langzeitschnitt (in Prozent) zum Quadrat wird mit ihrem Original-Vorzeichen versehen, mit 2 multipliziert und von der Performance subtrahiert (negative Werte sind hier gut).

    Das sind jetzt aber ganz wilde Äpfel und Birnen, eigentlich schon der reinste Obstsalat.
    Deshalb zunächst mal vier Beispiele, um den Effekt zu veranschaulichen:

    Beispiel 1: Procter&Gamble
    Gewinnwachstum +5,15% + Dividende 3,25% = Performance 8,40%
    KGV 19,3 zu KGV-Schnitt 18,5 = +4,32% zu hoch; (0,0432 * 0,0432 * 2) = 0,373248% Malus
    Höchster Gewinnrückgang: -8,1% in 2011; (0,081 * 0,081 / 3) = 0,2187% Malus
    Gesamtwertung: 8,40% – 0,37% – 0,22% = 7,81% „modifizierte Performance“.
    Grundsätzlich eine mittelprächtige Aktie, aber mit hoher Robustheit und im Augenblick auch nicht stark überteuert gegenüber ihrem sonstigen Bewertungsniveau – die wird irgendwo im Mittelfeld der Liste schwimmen.

    Beispiel 2: British American Tobacco
    Gewinnwachstum +9,22% + Dividende 4,82% = Performance 14,04%
    KGV 13,6 zu KGV-Schnitt 13,0 = +3,82% zu hoch; (0,0382 * 0,0382 * 2) = 0,291848% Malus
    Höchster Gewinnrückgang: -36,4% in 2005; (0,364 * 0,364 / 3) = 4,4165% Malus
    Gesamtwertung: 14,04% – 0,29% – 4,42% = 9,33% „modifizierte Performance“.
    Eine schöne Kombination aus Wachstum und hoher Dividende, derzeit auch fair bewertet, dafür hat die Robustheit einen Kratzer abbekommen, der die Aktie aus der Spitzengruppe wirft. Trotzdem eine attraktiv bewertete, solide Depot-Position, wenngleich derzeit nicht das herausragende Schnäppchen.

    Beispiel 3: McDonalds
    Gewinnwachstum +11,41% + Dividende 3,50% = Performance 14,91%
    KGV 16,0 zu KGV-Schnitt 15,1 = +5,96% zu hoch; (0,0596 * 0,0596 * 2) = 0,710432% Malus
    Höchster Gewinnrückgang: -37,2% in 2007; (0,372 * 0,372 / 3) = 4,6128% Malus
    Gesamtwertung: 14,91% – 0,71% – 4,61% = 9,59% „modifizierte Performance“.
    Von der Performance her ähnlich stark wie die Tabakwerte, und wie diese knapp über historischem Schnitt bewertet; auch hier ist die Robustheit nicht überragend, also leichte Abzüge in der B-Note und im Augenblick nicht meine allererste Wahl als Kauf (wenngleich eine gute Halteposition).

    Beispiel 4: LVMH
    Gewinnwachstum +10,09% + Dividende 2,71% = Performance 12,80%
    KGV 16,1 zu KGV-Schnitt 17,6 = -8,52% zu tief; (0,0852 * 0,0852 * 2) = 1,451808% Bonus
    Höchster Gewinnrückgang: -13,1% in 2009; (0,131 * 0,131 / 3) = 0,57203% Malus
    Gesamtwertung: 12,80% + 1,45% – 0,57% = 13,67% „modifizierte Performance“.
    Das ist eine Aktie, bei der alles stimmt: Zweistelliges Wachstum plus ordentliche Dividende, gute Robustheit und zudem derzeit fast 10% unterbewertet. Das bringt den Franzosen derzeit einen sehr guten Rang 14 in meiner Watchlist ein (vor Christian Dior auf Rang 15 übrigens).
    Die französische Quellensteuer in Höhe von nicht anrechenbaren 15% der Dividende kostet gerade mal 0,41 Prozentpunkte, also „Augen zu und durch“.

    Die konkreten Gewichtungsfaktoren sind natürlich heftig „aus der Hüfte geschossen“, und ich bin auch noch am Herumprobieren.
    Aber beide Änderungen haben für mich die Sortierung der Watchlist gegenüber dem reinen Performance-Wert verbessert (und die Formel lässt sich mit einem einzigen cut&paste für sämtliche Titel austauschen, falls ich sie weiter verfeinern möchte).

    Die Idee dahinter ist folgende:
    1. Ich möchte grundsätzlich Aktien mit einem hohen Performance-Wert in den Fokus meines Interesses gerückt sehen.
    2. Aber sowohl eine hohe Robustheit als auch eine niedrige Bewertung relativ zum langjährigen KGV-Schnitt sind für eine Kaufentscheidung ebenfalls erwünscht, also sollten beide Kriterien in den Sortierschlüssel mit einfließen.
    3. In beiden Fällen sollen geringe Abweichungen nur einen geringen Einfluss, hohe Abweichungen aber einen hohen Einfluss haben, deshalb fließen beide Größen quadratisch in die Formel ein.
    4. Ich darf beim Quadrieren nicht das Vorzeichen verlieren, also muss ich dieses separat drauf multiplizieren (oder „wert * abs (wert)“ rechnen).
    5. Die Streuung bei der relativen Über- bzw. Unterbewertung liegt üblicherweise im Bereich von ca. -20% bis +20%, bei der Robustheit im Bereich 0% bis über 100%; also muss die Robustheit relativ zur aktuellen Überbewertung mit einem geringeren Faktor nachskaliert werden als die relative Bewertung. Die Bewertung hat beim ersten ernsthaften Versuch ein um Faktor 6 höheres Gewicht als die Robustheit erhalten, weil dort die hohen negativen Werte beim Quadrieren von allein „explodieren“ und der Sinn einer Watchlist ja insbesondere darin besteht, aktuelle „Schnäppchen“ nach oben zu sortieren, bei denen man einen „leichten Wackler“ bei der Robustheit ggf. verzeihen möchte.
    (Auf Rang 1-3 meiner Watchlist stehen dann auch tatsächlich drei Unternehmen mit einem maximalen Gewinnrückgang zwischen 20% und 35%, aber einem Gewinnwachstum von 14-20% p. a. und aktuell deutlicher Unterbewertung von 15-25% gegenüber dem KGV-Schnitt – da muss man dann besonders kritisch nachprüfen, ob der KGV-Schnitt wirklich in Ordnung ist und ob das Unternehmen gerade eine operative Katastrophe oder ein komplett wegbrechendes Gewinnwachstum erlebt, was diese Bewertung jeweils erklären würde.
    Das sind zum Teil Werte aus der zweiten Reihe, aber auch vier Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 100 Mrd. Euro sind in meinen Top 10 gelandet.)

    So, wie meine Faktoren gewählt sind, haben Zykliker keine Chance, weil ihnen das Quadrat der Robustheit geteilt durch 3 bei einem Gewinneinbruch von -80% einen Malus von -0,8 * 0,8 / 3 = -21,3% rein würgt.
    Dasselbe gilt für Titel mit +30% aktueller Überbewertung, die mit einem Malus von -0,3 * 0,3 * 2 = -18% abgestraft werden. (Da kann eine Fuchs Petrolub nach Wachstum und Robustheit noch so toll sein, für 90% mehr als ihren KGV-Schnitt will ich sie einfach nicht haben.)
    Genau dies wollte ich mit der Änderung der Formel bewirken.
    Dass dabei ein kleines Monster herauskommt, ist dem Wunsch geschuldet, Punkte eines dreidimensionalen Raums trotzdem eindimensional sortieren zu wollen.

    Die „modifizierte Performance“ ist übrigens bei den meisten Titeln niedriger als die reine Performance, weil derzeit eben kaum etwas unterbewertet ist und nur ganz wenige außergewöhnliche Titel bei der Robustheit sogar einen kleinen Bonus kassieren.
    Aber es kommt in diesem Fall ja nur auf die Sortierung an, nicht auf die absoluten Werte.

    Nicht bewertet wird bei dieser Formel ein absolut hohes KGV.
    Ob ich also bereit bin, für LVHM ein KGV von 16 zu bezahlen, das muss ich am Ende immer noch selbst entscheiden.
    Dass der Markt dies im langjährigen Schnitt deutlich bejahen würde, hat dem Titel jedoch den entsprechenden Bonus von 1,45 Prozentpunkten beschert.

    Ach ja, noch etwas: Sämtliche bereits im Depot gehaltene Titel sind natürlich ebenfalls Bestandteil der Watchlist (und dort farbig hervorgehoben).
    Ich will ja nicht nur sehen, welchen Titel ich als nächsten kaufen sollte, sondern auch, welchen bereits vorhandenen Titel ich dafür verkaufen könnte – und zwar nach exakt denselben Kriterien.

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  3. Hallo Karl Napf,

    Danke für die Erläuterungen!
    Ohne die Beispiele hätte ich die Rechnung nicht verstanden!

    Erstaunlich, auf was für Ideen Du kommst!
    Wirklich Klasse!

    Beste Grüße
    D-S

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  4. Vielen Dank !!

    Sehr gute Überlegungen, diese sind plausibel und für eine Einschätzung der zu untersuchenden Aktien gut geeignet…

    „Leider“ bin ich gerade beruflich unterwegs und auch gut eingespannt, aber eine Anmerkung hab ich doch noch und zwar die Berücksichtigung von aktienrückkaufprogrammen… Ich schaue mir und dies fließt auch in meine Entscheidung ein, die letzten 3 Jahre – mindestens – an, wieviele Aktien p.a. aufgekauft werden und zwar NETTO (deluted)…

    evtl. Kommt ja auch heraus, dass die Aktien (z.b. Mitearbeiterbeteiligung) erhöht werden, tendenziell meide ich diese Aktien…

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  5. Hallo Karl, vorab: Ich finde Deine Gedankengänge ganz interessant und wie Du sie in eine Bewertungsformel miteinfließen lässt.
    Trotzdem wundert mich folgendes:
    2005 gab es bei BAT einen großen Gewinneinbruch, den Du auch prompt so für Deine jetzige Bewertung für BAT hast miteinfließen lassen.
    Mir kam ein starker Gewinneinbruch – gerade bei einem Tabakkonzern – etwas spanisch vor und habe deshalb mal recherchiert.
    Hier der Grund des Gewinneinbruchs für 2005:
    „On a like-for-like basis, profit from operations would have been 9 per cent higher.“
    The reported Group profit from operations was 36 per cent lower at £2,420 million, mainly due to the impact in 2004 of a significant £1,389 million gain on the Reynolds American transaction.
    Quelle:
    http://online.hemscottir.com/ir/bats/ar_2005/ar2005.jsp?page=regional_summary

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  6. Es gibt bei vielen Unternehmen nicht „die eine Gewinnzahl“, denn es gibt in einigen Jahren eben Sonderfälle, deren Auswirkungen einen Knick in die Gewinnreihe einfügen würden, weshalb das Unternehmen neben dem „echten“ Gewinn oftmals auch noch einen „um Sonderfälle bereinigten Gewinn“ veröffentlicht.
    Mich als Aktionär interessiert grundsätzlich beides – sowohl die Wahrheit (denn der Sonderfall ist ja nun mal eingetreten) als auch der langfristige Trend, aus dem man den Sonderfall gerne ausblenden möchte.

    Für den langfristigen Trend verwende ich allerdings ohnehin besondere Maßnahmen, indem ich das Gewinnwachstum von 2006-2015 als „Trend“ auffasse (und damit sämtliche Gewinne aus 2007-2014 zunächst einmal unter den Tisch fallen lasse) und für „2006“ sicherheitshalber das Mittel der Gewinne pro Aktie für 2005-2007 verwende (was im vorliegenden Fall das langfristige Wachstum von BAT um 0,24% senkt).

    Deshalb nehme ich bei der Betrachtung der Robustheit dann gerne den worst case, denn genau dieser interessiert mich für diesen Blickwinkel ja besonders.
    Es gibt allerdings Fälle, wo dieser worst case eine klare Verzerrung der Tatsachen wäre: Coca-Cola hat 2010 seine skandinavische Abfülltochter verkauft und einen hohen Sondergewinn eingestrichen, weshalb der Gewinn 2011 „eingebrochen“ ist – dieses Ereignis habe ich aus der Robustheitsbetrachtung manuell ausgeblendet.
    Und bei BAT liegt nun also im Prinzip derselbe Fall vor.

    Es ist andererseits aber auch sofort erkennbar, dass BAT in sämtlichen anderen Jahren von 2004-2013 ein positives Gewinnwachstum pro Aktie erzielt hat (bei Altria sind immerhin fünf leichte Gewinnrückgänge dabei, wenngleich keiner um mehr als 12%), und diese Gewinnreihe schaue ich mir natürlich auch an, wenn ich über den Kauf bzw. Verkauf einer Aktie entscheide. Ich sehe BAT also schon bisher subjektiv positiver, als der einmalige Ausreißer beim Gewinn andeutet.
    (Ein sehr ähnlicher Fall im DAX ist Adidas mit der Sonderabschreibung für Reebok 2009, die den Unterschied zwischen „super-robust“ und -61,5% Gewinneinbruch macht und den Charakter des Investments insbesondere im direkten Vergleich mit Nike verzerren würde.)
    Dennoch schleife ich die „-36,4%“ von BAT 2005 bisher mit, um gewarnt zu sein, dass so etwas in einem Sonderfall eben passieren kann und ich deshalb nicht gleich meine Investment-Entscheidung revidieren sollte.
    Es spricht aber nichts dagegen, den Gewinnrückgang 2005 auszublenden und dann eine „super-robuste“ BAT mit +5,0% (!) als schlechtester Gewinnänderung (allerdings ausgerechnet in 2014) zu erhalten.

    Dieser Sonderfall ist aus meinen Zahlen sogar indirekt erkennbar, denn das Wachstum 2004-2012 lag bei gerade mal +3,59% p. a., während das Wachstum 2006-2015 bei +9,22% liegt. Schon dies legt die Vermutung nahe, dass 2004 ein Ausreißer nach oben gewesen sein muss.
    Ich könnte also auch den um diesen Sondereffekt bereinigten 2004er-Gewinn in meine Tabelle eintragen. 2005 muss der Gewinn bei 84 pence gelegen haben; bei „9% Wachstum in 2005“ müssten „2004 bereinigt“ etwa 77 pence oder 1,09 Euro pro Aktie gewesen sein (auf der BAT-Website finde ich gerade keine so alten Zahlen).
    Und schon bekommen wir auch für 2004-2012 ein plausibles Gewinnwachstum von 10,82% p.a. (gegenüber 9,22% p.a. für 2006-2015), fast identisch zu Lorillard und Swedish Match.

    Ich hatte allerdings auch das durch den Sondergewinn extrem niedrige KGV2004 bisher aus dem KGV-Schnitt ausgeblendet gehabt (der Ausreißer war mir hier durchaus aufgefallen), sodass die Einbeziehung des bereinigten 2004er-Gewinns (mit einem KGV von damals 10.0, dem niedrigsten innerhalb meines erfassten Zeitintervalls) nun den KGV-Schnitt von 13,0 leicht auf 12,8 senkt und damit die aktuelle Überbewertung von BAT ein bisschen höher ausfallen lässt.

    Zum Abschloss das Beispiel noch einmal mit den revidierten 2004er-Zahlen:

    Beispiel 2′: British American Tobacco (revidierter 2004er-Gewinn)
    Gewinnwachstum +9,22% + Dividende 4,82% = Performance 14,04%
    KGV 13,6 zu KGV-Schnitt 13,0 12,8% = +3,82% +6,60% zu hoch; (0,0660 * 0,0660 * 2) = 0,8712% Malus
    Höchster Gewinnrückgang: -36,4% in 2005 +5,0% in 2014; (0,05 * 0,05 / 3) = 0,0833% Bonus
    Gesamtwertung: 14,04% – 0,87% + 0,08% = 13,25% “modifizierte Performance”.
    Eine schöne Kombination aus Wachstum und hoher Dividende, derzeit auch relativ fair bewertet, und zudem super-robust. Damit nun insgesamt ein sehr attraktiv bewertetes Unternehmen, wenngleich das Wachstum 2012-2015 nach Analystenkonsens nur bei +6,5% p. a. liegen soll und mit 2013 und 2014 die beiden schwächsten Jahre des Zeitraums 2004-2015 enthält. Die erwartete Performance inklusive Dividende bleibt aber zweistellig auch für 2012-15, und solche Aktien gibt es für ein KGV von 13,6 bei gleichzeitig hoher Robustheit nur ganz wenige.
    (Die Änderung beschert BAT einen Sprung von Rang 49 auf Rang 15 in meiner Watchlist.)

    Danke für den Hinweis!

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  7. Wenn die Aktienanzahl steigen sollte, dann müsste sich dies bereits bei der Entwicklung des Gewinns pro Aktie negativ auswirken.
    (Deshalb interessiert mich ja der Gewinn pro Aktie mehr als der Gewinn des ganzen Unternehmens.)

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  8. Klar der Divisor ist größer, ich kaufe aber dennoch ungerne Aktien, deren Management die Gewinne durch die Erhöhung der Anzahl der Aktien verwässert… kein Problem, wenn du das in dein Modell nicht einbauen willst, für MICH halt EIN wichtiges entscheidungskriterium für den Kauf einer Aktie bzw. wie das Management so tickt und mit den Aktionären umgeht…

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  9. Man sollte aber auch berücksichtigen, dass bestimmte Qualitätsaktien selten wirklich billig sind und man zusätzlich auch die Marke(n) mitbezahlt. Dies erklärt, warum der eine oder andere Wert zu einem höheren KGV als andere Werte seiner Branche notiert.

    Des Weiteren sollte man beachten, dass das KGV auf den Einstandskurs bei steigenden künftigen Gewinnen in einigen Jahren aus heutiger Sicht schon attraktiver sein kann.
    Bei zyklischen Werten wäre diese Überlegung natürlich ein Trugschluss.

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  10. Wenn die Verwässerung es nicht schafft, das Gewinnwachstum pro Aktie spürbar zu behindern, dann soll das Management meinetwegen tun, was es für richtig hält, solange bei mir ebenfalls genug Wachstum ankommt.
    (Das ist dieselbe Denkweise wie in Sachen französischer Quellensteuer: Nicht über den „Verlust“ ärgern, sondern das, was übrig bleibt, ganz emotionsfrei mit den verfügbaren Alternativen vergleichen.)

    Und wenn die Verwässerung das Gewinnwachstum pro Aktie behindert, dann sehe ich das eben auch schon am Gewinnwachstum pro Aktie und muss nicht zusätzlich unterscheiden zwischen einem Unternehmen, das nicht wächst, und einer verwässerten Aktie, die weniger wächst als möglich wäre (was für den Aktionär dieselbe Wirkung hat).
    Gerade der Fokus auf das Gewinnwachstum pro Aktie (statt des ganzen Unternehmens) ist es ja, durch den die Verwässerung genau dieser Aktie (ebenso wie eine Erhöhung der Ausschüttungsquote bei der Dividende) nicht einfach unbemerkt bleibt.

    Außerdem gibt es Verwässerungen ganz unterschiedlicher Art.
    Wenn ein Unternehmen auf dem Gipfel eines Wirtschaftsbooms unbedingt ein anderes, wahrscheinlich ebenfalls hoch bewertetes Unternehmen übernehmen will (was leider oft genug der Fall ist), dann soll es gefälligst mit der eigenen teuren Aktie bezahlen und nicht kostbares Bargeld dafür einsetzen (wie Fresenius dies leider im Falle des Rhön-Klinikums tut, weil die Kreditzinsen gerade günstig sind).
    In diesem Fall will ich die Verwässerung der Aktie ausdrücklich, weil sie das kleinere Übel darstellt.
    (Das Geld brauchen wir noch, um erstens in der darauf folgenden Krise besser überleben zu können und zweitens nach dem Abschwung an den Börsen antizyklisch eigene Aktien billig zurückzukaufen!)

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  11. Erklärt diese Markenstärke irgendwie die aktuell unterschiedlichen KGVs zwischen
    – L’Oreal (8+2, Wachstum bis 2015: +8% p.a. — 2011: KGV 20, 2014: KGV 23) und
    – LVMH (10+3, Wachstum bis 2015: +12% p.a. — 2011: KGV 20, 2014: KGV 16)?

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  12. Ich habe gerade noch einen weiteren Term in die Formel meiner Sortierfunktion eingefügt.
    Bei diesem wird es aber schon schwierig, überhaupt zu erklären, was die einzelnen Variablen in der Formel bedeuten (weshalb ich die konkrete Formel weglasse und nur die Idee zu skizzieren versuche).

    In meinen Tabellen habe ich aus der Robustheit (d. h. dem maximalen prozentualen Gewinnrückgang im Zeitraum 2004-2014) ein „Robustheits-KGV“ definiert: Grundwert = 18, pro 10% Gewinnrückgang im schlechtesten Jahr gibt es einen KGV-Punkt Abzug.
    Procter & Gamble dürfte also aufgrund seiner Robustheit von -8,1% ein KGV von 18 – 0,81 = 17.19 haben, die (inzwischen) super-robuste BAT sogar ein KGV von 18.50, während BMW wegen eines einmaligen Gewinnrückgangs um 90% nur ein KGV von 18 – 9 = 9 haben dürfte.
    Sowohl für defensive Werte als auch für Zykliker kommt diese simple Formel erstaunlich oft relativ gut hin, und Unternehmen, die auch nur ein einziges Mal in die roten Zahlen gestürzt sind, werden damit relativ sicher aussortiert.

    Genau dieses Robustheits-KGV hatte ich aber bisher beim Sortieren meiner Liste bisher noch gar nicht verwendet (weil ich vor allem Zykliker, bei denen mir klar war, dass sie ein solches Kriterium nicht erfüllen können, gar nicht erst in die Liste aufgenommen hatte).

    Dies führte nun aber dazu, dass ein Titel mit einem KGV von 22 „unterbewertet“ war, wenn sein KGV im langjährigen Schnitt bei sogar 25 liegt (so etwas gibt es), obwohl der Titel bei einem maximalen Gewinnrückgang von immerhin 25% nur ein Robustheits-KGV von maximal 18 – 2,5 = 15,5 hätte haben dürfen und dafür dann 40% zu teuer ist – ungeachtet seines tollen Gewinnwachstums.

    Der neue vierte Term meiner Formel verpasst jedem Titel nun zusätzlich noch einen (wiederum quadratisch gewichteten) Malus, der sich aus der prozentualen Abweichung plus 100% (damit das immer positive Werte werden, dadurch wird die Formel übersichtlicher) des realen KGV vom „Robustheits-KGV“ ableitet.
    Damit werden im Wesentlichen Unternehmen mit KGVs weit über 20 aus der Spitzengruppe gefegt, auch wenn dies für diese Unternehmen deren normale Bewertung sein mag – ich möchte jedenfalls keine so hohen KGVs akzeptieren (weil mir die „Fallhöhe“ bei einem späteren Absturz aufgrund einer plötzlichen Abflachung des Gewinnwachstums in solchen Fällen zu gefährlich erscheint – Apple lässt grüßen), zumal auch die Performance dann eine so hohe Bewertung im direkten Vergleich mit ähnlich stark wachsenden, aber deutlich niedriger bewerteten und dennoch robusten Unternehmen (BAT, Dior!) m. E. in vielen Fällen nicht rechtfertigt.

    Zu beachten ist, dass dieser Term einem super-robusten Unternehmen (das im schlechtesten Jahr sogar ein leichtes Gewinnwachstum erzielt hat) mit einem KGV von nur knapp über 20 nicht sehr weh tut:
    Ein solches Unternehmen (mit einem zudem fabelhaften Gewinnwachstum von 21% p. a., welches allerdings in 2014 gerade zu bröckeln beginnt) hält sich derzeit immerhin eisern auf Rang 7 meiner Liste (mit einem KGV von genau 20 und einer Robustheit von fabelhaften +10%, also einem lückenlos zweistelligen Gewinnwachstum von 2004-2015).

    Daher werde ich in diese Liste demnächst auch ein paar Unternehmen mit aufnehmen, die ich aufgrund ihres hohen KGV bereits im Vorfeld aussortiert hatte.
    Wenn dies jedoch meine Sortierfunktion auch kann, dann möchte ich am liebsten alle ‚verdateten‘ Titel (vielleicht mit Ausnahme von Apple, wo das Gewinnwachstum gerade von 40% p. a. auf Null zerbröselt ist) in einer gemeinsamen Liste haben, weil sich die KGVs (und Dividendenrenditen) aufgrund der automatischen Kursversorgung meiner Tabellen jederzeit ändern können – und vielleicht wird ja auch so ein jetzt noch zu teures Unternehmen irgendwann mal eine für mich akzeptable KGV-Bewertung bekommen, was ich dann automatisch merken möchte.

    Ein Verhältnis zwischen Performance und KGV (also im Falle von Procter & Gamble: Sind 8,4% Performance wirklich ein KGV von 19,5 wert?) habe ich auch noch nicht berücksichtigt.
    In meiner aktuellen Spitzengruppe sehe ich im Moment allerdings keinen Bedarf für ein solches Korrektiv: Praktisch alles, was ein solcher Filter hätte tun können, hat der neue Filter basierend auf dem Robustheits-KGV gleich mit erledigt.

    Dieser vierte Term hat tendenziell den Unternehmen mit niedrigen KGVs geholfen, sodass nun British American Tobacco und Christian Dior auf die Positionen 10 bzw. 11 meiner Watchlist geklettert sind.

    Wichtiger aber finde ich, dass sich nun in den Top 12 dieser Liste endlich 8 Titel befinden, die ich auch tatsächlich besitze (sowie ein neunter, den ich nach etwas gründlicherer Überprüfung dann doch nicht gekauft hatte, weil das Gewinnwachstum gerade jetzt stark abflacht, was mein simpler Performance-Durchschnittswert für 2006-2015 noch nicht berücksichtigen kann, sowie das erwähnte 21%-Bewertungsmonster und ein Titel aus einer für meine Nerven zu schnelllebigen Branche).
    Langsam beginnt diese Sortierfunktion also, sich meinem bislang nichtalgorithmischen Auswahlverfahren „nach Berücksichtigung sämtlicher bekannten Umstände“ für meine Aktienkäufe etwas mehr anzunähern,
    denn die Nr. 13 dieser Liste ist nun mein (bereits zuvor ausgewählter) voraussichtlich nächster Kaufkandidat (KGV 14 gegenüber Schnitt 15, Performance 9+3, Robustheit 3,5% – sieht ziemlich lecker aus).

      (Zitieren)

     
  13. Bewertungsmethoden:
    * „Gier“-Funktion: Grundlagen
    * „Gier“-Funktion: Malus für Robustheits-KGV
    * „Gier“-Funktion: Das "Lex Apple"
    * „Gier“-Funktion: Halten und Verkaufen
    * „Gier“-Funktion: Zeitintervall für die Messung des Gewinnwachstums
    * „Gier“-Funktion: Behandlung von Ausreißern bei der Berechnung von KGV-Durchschnitten
    * Ein Beispiel für die EPS-Bereinigung
    * Hamsterrad-Sheet: Inhaltliche Zusammenfassung
    * Hamsterrad-Sheet: Aktien ohne Dividendenausschüttung
    * Hamsterrad-Sheet: Systemliebling Oracle

    Kennzahlen:
    * Kurs-Buchwert-Verhältnis
    * KGV-Komprimierung
    * Umsatzrenditen von Unternehmen
    * Eigenkapitalquoten und Gesamtkapitalrenditen von Großbanken

    Depotmanagement:
    * Zum Umgang mit Schwankungen des Depotwerts
    * Robustheit als Anlagekonzept
    * Keine Angst vor Besteuerung von Kursgewinnen
    * Dividenden-Erzeugungspotenzial

    Zinsen und Währungen:
    * Die Funktion von Fremdkapital für Aktiengesellschaften
    * Die Auswirkung von Leitzinserhöhungen auf den Aktienmarkt 2002-2008
    * Währungsrisiken bei Aktieninvestments (WPF)
    * Währungsrisiken für Unternehmen am Beispiel des japanischen Yen

    Branchen:
    * Automobilhersteller
    * Versicherungen
    * Werbeagenturen

    Unternehmen:
    * AGCO und Deere
    * Air Liquide
    * BASF und BASF
    * Blackrock Inc.
    * Boeing
    * Cisco Systems
    * Colgate-Palmolive
    * Daimler AG
    * Diageo
    * Emerson Electric
    * Fielmann
    * Gerry Weber
    * Health Care Properties
    * Intertek plc
    * Johnson & Johnson
    * Kimberly-Clark
    * Louis Voutton Moët Hennessy
    * McDonald’s
    * Münchener Rückversicherung
    * Nestlé
    * Royal Dutch Shell
    * Southern Company
    * T. Rowe Price Group
    * Unilever N.V.
    * United Technologies
    * Wal-Mart und Wal-Mart

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  14. Tom:
    Ich hab die obigen Links von Karl mal in einem Dokument zusammen kopiert, damit ich es besser lesen kann.
    Vielleicht findet das ja jemand hilfreich:
    Als PDF: https://drive.google.com/file/d/0B3OHyJOOtyvUUU9XelBMTXREOUE/view?usp=sharing
    Als OpenOffice: https://drive.google.com/file/d/0B3OHyJOOtyvUT3VmTVNPVFVSclk/view?usp=sharing

    Ein Blog hat leider den Nachteil, dass einzelne Posts sprichwörtlich „untergehen“. Deshalb habe ich Deine Zusammenfassung der vielen einzelnen Ausarbeitungen ZENTRAL in meinem Musterdepot im WPF als Download bereitgestellt: http://www.wertpapier-forum.de/topic/46846-karl-napf%c2%b4s-gesammelte-werke/page__view__findpost__p__967524
    Ich hoffe, das ist in Ordnung für Dich? Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Zusammenfassung!

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  15. Tom:
    Super Idee. Das ganze war nur der Versuch ein ein paar der Gedanken zu retten. Wem immer es nützt…

    Danke für Deine Zustimmung! Schließlich hast Du Dir viel Mühe für das zusammentragen gegeben. Ich habe auf jeden Fall auch Deinen Namen in dem Post, welcher in meiner Signatur verlinkt ist, dankend erwähnt. Nach anderthalb Stunden schon 68 Downloads!

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  16. Von mir auch herzlichen Dank an Tom für die Zusammenfassung. Kleine Anmerkung am Rande: Es wäre noch hilfreicher, wenn dass dazugehörige Datum des jeweiligen Posts dabeistehen würde. Evlt. hast du ja die ganzen kopierten Links noch. So ist es schwer nachzuvollziehen woher die Werte kommen bzw. wie Karl gerechnet hat, wenn die Basis (z.B.Gewinnwachstum 2011,12,13,14 oder 15 ) nicht klar ist.

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  17. Verschärfung der „Gier“-Funktion um einen vierten Term („Bleienten-Malus“)

    Die „Gier“-Funktion arbeitet auf der Basis, für jeden zu bewertenden Titel eine Reihe von Mindestanforderungen zu überprüfen.
    Im Gegensatz zu einer reinen Filterfunktion verhängt sie für Verstöße gegen diese Anforderungen Strafen, deren Höhe quadratisch mit dem Umfang des Verstoßes wächst – geringfügige Verstöße können also durch sehr gute Leistungen in anderen Aspekten ausgeglichen werden.

    Eine offensichtliche Mindestanforderung war bisher in den Formeln jedoch nicht berücksichtigt: Eine „gute“ Aktie sollte kein Markt-Underperformer sein.
    Viele Aktien mit einer „Performance“, die deutlich unterhalb der langfristigen Marktperformance von 8-9% liegen, werden bereits durch andere Filter ausgesiebt (insbesondere die Zykliker), aber es gibt einzelne Branchen, in denen Aktien mit einer akzeptablen Robustheit und einer momentan sehr niedrigen KGV-Bewertung (mit in solchen Fällen möglicherweise geringer Aussagekraft) ein unzureichendes Gewinnwachstum übertünchen können: Rohstoffwerte, europäische Versorger, schwächelnde Dividendenaristokraten wie Danone oder Kellogg, letztlich also „Anleihen mit Aktienrisiko“.

    Da die Performance auf den aktuellen Analystenschätzungen basiert und diese ohne Vorwarnung gesenkt werden können, habe ich die zu überspringende Latte etwas höher gelegt und verlange für eine „bleifreie“ Aktie eine Performance von mindestens 10%.
    Darüber hinaus gehendes hohes Gewinnwachstum soll dieser Malus nicht zusätzlich belohnen, weil ich für Performanceriesen mit diesem Malus keine quadratische Punkteexplosion verursachen will – ich möchte lediglich einige Titel aus den oberen Bereichen meiner Branchen- und Indexranglisten „herausfegen“; die aufgrund ihrer mäßigen Performance dort nichts zu suchen haben.

    Der „Bleienten-Malus“ hat folgende Form:
    =MAX(-1;WENN(J4>0,1;0;-50*(J4-0,1)*(J4-0,1)))
    mit J4 = Performance des Titels in Zeile 4.

    In Worten:
    * Falls die Performance mindestens 10% beträgt, dann kein Abzug,
    * ansonsten (das Quadrat des Abstandes zu 10%) mal 50, jedoch nicht schlechter als -100%.
    (Diese Deckelung auf -100% ist Bestandteil aller Malus-Formeln, um ausufernd lange negative Zahlen zu verhindern, welche durch ihre Darstellung die Spaltenbreite der Tabelle aufblähen würden.)

    Zur Veranschaulichung ein paar Werte:
    Performance = 10% => Malus = - 0,0%
    Performance = 9% => Malus = - 0,5%
    Performance = 8% => Malus = - 2,0%
    Performance = 7% => Malus = - 4,5%
    Performance = 6% => Malus = - 8,0%
    Performance = 5% => Malus = -12,5%
    Performance = 4% => Malus = -18,0%
    Performance = 3% => Malus = -24,5%
    Performance = 2% => Malus = -32,0%
    Performance = 1% => Malus = -40,5%
    Performance = 0% => Malus = -50,0%

    Da die inoffizielle Differenz zwischen „kaufen“ („Gier“ = +4%) und „verkaufen“ („Gier“ = -10%) bisher bei 14% liegt, kann die Änderung dazu führen, dass eine Aktie mit extrem niedrigem KGV, aber nur 4% Performance von „kaufen“ auf „verkaufen“ herabgestuft wird.
    Und genau dies ist auch der Sinn der Änderung: Solche Positionen sind im Depot mit weniger Risiko durch Anleihen mit mindestens 5% Rendite zu besetzen.

    In einem Depot mit lauter Wachstumstiteln, die allesamt 10% Performance schaffen, bewirkt dieser 4. Modifier buchstäblich nichts. Er verhindert jedoch ggf. eine zu positive Bewertung von Aktien mit derzeit historisch niedrigem KGV aufgrund eines zuletzt stark eingebrochenen Gewinnwachstums (Adidas, Gerry Weber, VW etc.).

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  18. @Karl Napf

    Du steckst da ja wirklich ne Menge Arbeit rein. Wie schneidest Du im Aktienteil im Vergleich zum Markt (nehmen wir mal den investierbaren MSCI World oder Mischung S&P500 und Stoxx Europe) ab? Lohnt sich der Aufwand?

    Würde eine K+S jetzt auch so eine Bleiente darstellen?

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  19. Jens:
    @Karl Napf

    Du steckst da ja wirklich ne Menge Arbeit rein. Wie schneidest Du im Aktienteil im Vergleich zum Markt (nehmen wir mal den investierbaren MSCI World oder Mischung S&P500 und Stoxx Europe) ab? Lohnt sich der Aufwand?

    Würde eine K+S jetzt auch so eine Bleiente darstellen?

    Danke Karl, absolut Weltklasse wie dir da immer wieder Optimierungen einfallen! Sau genial!

    Bei mir hatte K+S auch einen positiven Gier-Wert (weil das KGV so niedrig war), aber durch den „Bleienten-Malus“ wird K+S deutlich aus dem „Kaufen-Bereich“ rausgespült (Gier-Wert vorher: 11,8%, danach: -25,6%)

    BASF und Danone rutschen damit auch deutlich weiter nach unten durch.

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  20. Jens: Du steckst da ja wirklich ne Menge Arbeit rein.

    Die Implementierung des vierten Modifiers war eine Frage von ein paar Minuten.
    Das Entscheidende war die Erkenntnis einer Diskrepanz zwischen der Ist-Sortierung und der Soll-Sortierung.
    Vor allem aber würde ich etwas, das mir Spaß macht, nicht als „Arbeit“ bezeichnen.

    Lohnt sich der Aufwand?

    Das werden wir erst sehen, wenn der DAX auf 6000 Punkte abstürzt und dann (hoffentlich) robuste Wachstumsaktien deutlich weniger tief gefallen sein werden als zyklische Dividendenaktien.
    In der aktuellen Marktsituation genügt es mir, mit dem Markt mithalten zu können (bei nun 56% Aktienanteil nach dem Anstieg der Aktienmärkte von gestern).

    Die aktuelle Aktienmarktkorrektur hat sich in unserem Depot jedenfalls nicht sonderlich ausgewirkt, und trotz umfangreicher Gewinnmitnahmen (und demzufolge Steuerzahlungen) in der ersten Jahreshälfte ist das Depot gegenüber dem Jahresbeginn leicht im Plus (enthält aber nun in der Summe aller Positionen keine unrealisierten Buchgewinne mehr).
    Zur Performance von 2013 (+8,1% nach Steuern und Gebühren) und 2014 (+7,2% nach Steuern und Gebühren) fehlen derzeit nur etwa 1-2 weitere starke Börsentage (für die Aktien) oder eine leichte Entspannung beim Ölpreis (für die Anleihen).

    (nehmen wir mal den investierbaren MSCI World…)

    Hast Du eine passende ISIN griffbereit?
    Ich hätte gerne einen MSCI World Performance-Index in Euro, bei dem alle Ausschüttungen bereits quellenbesteuert sind. Das dürfte meiner „Performance nach allem“ am nächsten kommen.

    Würde eine K+S jetzt auch so eine Bleiente darstellen?

    Ja.
    Auf der Basis des aktuellen KGV sieht die Aktie historisch extrem billig aus, aber das von den Analysten erwartete Wachstum bis 2019 hält sich sehr in Grenzen.

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  21. Servus Karl,

    fällt damit nicht auch eine IBM aus dem Raster, die du ja wenn ich mich recht erinnere zumindest nicht vollständig verteufelt hattest? Die Aktie siecht seite einigen Jahren eher vor sich hin

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  22. kann man das wachstum eines konzerns der extrem abhängig von preisentwckungen am rohstoffmarkt ist denn seriös bis 2019 schätzen? Und sollten diese schätzungen hinkommen hätte man dann nicht einen konzern der zum buchwert notiert, bei einem KGV dauerhaft unter 10 und einer Dividendenrendite von ~5% schon ne gewisse attraktivität hat, mit relativ begrenztem abwärtspotenzial, zudem könnte M&A ja auch noch mal ein thema werden, bei diesen eckdaten.

    Mich stört halt ein bischen diese ahängigkeit von preisentwicklungen an märkten die ich noch weniger einschätzen kann als den aktienmarkt, der ist auch schon kompliziert genug

    p.s. das es mir um k+s geht möchte ich dann doch noch erwähnen

      (Zitieren)

     
  23. Wie kann eigentlich das Management von K+S gegenüber seinen Aktionären darstellen, dass die vergeigte Übernahmeprämie durch Potcash nicht die beste Lösung gewesen wäre?

      (Zitieren)

     
  24. make83: fällt damit nicht auch eine IBM aus dem Raster, die du ja wenn ich mich recht erinnere zumindest nicht vollständig verteufelt hattest? Die Aktie siecht seite einigen Jahren eher vor sich hin

    Auf der Basis von nach Euro umgerechneten Gewinnen bleibt auch bei Verwendung des „Lex Apple“ noch genügend Gewinnwachstum von 2011-2016e übrig (derzeit knappe „7+3“, also nur ein Hauch von „Blei“ drin). Und solange IBM zu einem KGV von 10 massenhaft eigene Aktien zurückkaufen darf (auf die Dividendenerhöhung um 53% in den vergangenen 30 Monaten hätte ich gerne verzichtet!), wird ein gewisses Basiswachstum automatisch hinzu kommen.
    Wir dürfen nicht vergessen, dass der Dollar seit Anfang 2014 um 22% gegenüber dem Euro gestiegen ist – das macht die in Dollar bilanzierten EPS-Werte (und die in Dollar festgelegten Dividenden!) entsprechend wertvoller. Zudem ist der Gewinn von IBM nicht annähernd so stark eingebrochen wie derjenige der US-Ölmultis, die ebenfalls ihr Wachstum durch Aktienrückkäufe stimulieren.

    Wenn man hingegen nur in Dollar rechnet, wird es bei IBM schon sehr dünn (trotz $5 an Dividenden pro Aktie für 2015, die ja in die Performance mit einfließen) – aus Sicht der US-Investoren waren die Zahlen zuletzt kein Grund zur Euphorie (kein Wunder bei einer solchen operativen Zeitenwende – vergleiche jedoch die Restrukturierungskosten von IBM mit dem Loch, das Nokia in der Microsoft-Bilanz gerissen hat, oder den Kosten für Googles Abenteuer mit Motorola).
    Genau so sollte man meiner Meinung nach allerdings nicht denken: IBM kann nichts dafür, dass es seine in Europa und den Emerging Markets erzielten Gewinne derzeit zu einem „schlechten“ Kurs in der eigenen Bilanz in Dollars umrechnen muss – genau wie J&J oder P&G. Der Dollar wird nicht in alle Ewigkeit weiter steigen, und die abgestoßenen Hardwaresparten werden das Gewinnwachstum von IBM nun nicht weiter belasten.

    Warren Buffett hat seine Exxon-Mobil-Aktien verkauft und sein Münchener-Rück-Investment reduziert, aber seine IBM-Position Ende 2014 weiter aufgestockt und zuletzt einen Hersteller von Flugzeugteilen und einen Nahrungsmittelkonzern erworben.
    Ich bin ehrlich verblüfft, wie ähnlich seine Entscheidungen in letzter Zeit zu dem ausfallen, was mir meine Tabellen sagen (unsere neueste Aktie im Depot – sehr robuste „8+3“ für ein historisch normales KGV 17 – hat mit Nahrungsmitteln zu tun, und meine Meinung zum Flugzeugteile-Hersteller United Technologies ist unverändert positiv).
    Ein Teil der Erklärung dafür liegt sicherlich darin begründet, dass Buffett Daueroptimist in Sachen US-Wirtschaft ist und ich im Augenblick auf der Welt auch nichts Besseres sehe; zudem gibt es keine ausgebombten Zykliker (die Schwäche der Rohstoffe führt sogar zu Margen auf Rekordniveau bei einigen ihrer wichtigsten Verbraucher). Deshalb lande ich mehr oder weniger automatisch bei denselben Branchen wie er (nicht bei der Depotstruktur insgesamt, weil er viel weniger verkauft, aber bei den letzten Transaktionen).
    Ich wollte, ich wäre schon 2009 auf diesem Stand gewesen – dann hätte mir seine sein Kauf hochverzinslicher Tier-Anleihen von Goldman Sachs schon damals zu denken gegeben.

      (Zitieren)

     
  25. Karl Napf: Wir dürfen nicht vergessen, dass der Dollar seit Anfang 2014 um 22% gegenüber dem Euro gestiegen ist – das macht die in Dollar bilanzierten EPS-Werte (und die in Dollar festgelegten Dividenden!) entsprechend wertvoller. Zudem ist der Gewinn von IBM nicht annähernd so stark eingebrochen wie derjenige der US-Ölmultis, die ebenfalls ihr Wachstum durch Aktienrückkäufe stimulieren.

    Hallo Karl…klar ,..im Vergleich zu Ölfirmen kommt IBM fast gut weg ,… ist eben so , wenn man sich mit Verlierern vergleicht..
    Wechselkurs , Dollar etc. spielt sicherlich eine Rolle , allerdings ist der letzte Kurseinbruch von etwa 20 oder 23 % in den letzten drei Monaten darauf gewiß nicht zurückzuführen..
    Ich lag selbst auf der Lauer , hätte sie schon seit langer Zeit allzu gerne gekauft ,sicherlich auch beeinflusst von Fondsmanagern , die IBM allzu gerne präsentierten ,ich frage mich , wie lange noch ,.. allerdings muss man , wenn man einmal von der Entscheidung Buffets absieht 😉 .. schon Nerven haben , da einzusteigen , wo die Erlöse nur noch fallen in Folge im 13. Quartal ..das muss man sich mal vorstellen..2013 notierte die Aktie noch bei 213 USD und seitdem sieht man nur eine Richtung allerdings auch Volatilität..nur der Gesamttrend bleibt..in drei Jahren immerhin minus 17 %..
    Manchmal lässt sich so ein Dickschiff eben nicht so einfach umstrukturieren ,..für mich ist darüber hinaus das Geschäftsmodell zweifelhaft ,..Cloud – Geschäft als Allheilmittel der Zukunft und gleichzeitig Prozesse ohne Ende wegen Datenschutz. ?. das passt m.E. nicht außerdem toben sich da schon einige aus , die jedenfalls derzeit ihr Geld damit verdienen und deutliche Wettbewerbsvorteile haben ,..Microsoft , Amazon , SAP.. und andere..
    Wie gesagt , für mich sind in dem Fall die Zahlen nicht so wichtig , vielmehr das Geschäftsmodell und daran mag ich nicht glauben…

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  26. brothering01: kann man das wachstum eines konzerns der extrem abhängig von preisentwckungen am rohstoffmarkt ist denn seriös bis 2019 schätzen?

    Gute Frage. Deshalb würde ich dem KGV solcher Unternehmen (mit geringer Wertschöpfungshöhe) generell eine geringere Aussagekraft zugestehen als bei Unternehmen mit einer besser kalkulierbaren Entwicklung (beispielsweise Hersteller von Markenprodukten – die Marge bei Nestlé ist so hoch, dass das Unternehmen etwaige Schwankungen von Rohstoffpreisen viel besser abfedern kann).

    brothering01: Und sollten diese schätzungen hinkommen hätte man dann nicht einen konzern der zum buchwert notiert, bei einem KGV dauerhaft unter 10 und einer Dividendenrendite von ~5%

    Wenn Du dem KGV schon nicht traust, dann darfst Du der Dividendenrendite erst recht nicht trauen. Da gibt es aktuell genügend warnende Beispiele.
    Das KBV von 1 halte ich da für den glaubwürdigeren Ansatz, denn dieses gerät ja bei einem Gewinnrückgang noch nicht in Gefahr, sondern erst bei tiefroten Zahlen.

    brothering01: schon ne gewisse attraktivität hat, mit relativ begrenztem abwärtspotenzial,

    Auf welcher Basis glaubst Du das Abwärtspotenzial einschätzen zu können?

    Ich halte K+S für eine Turnaround-Wette. Das Allzeithoch von 90 € aus dem Jahr 2008 lag in einer Zeit, in der das Kali-Kartell noch existierte und die Preise weltweit diktierte.
    Genau dies ist aber das Problem, wenn wir das Abwärtspotenzial schätzen wollen.
    Dürfen wir beispielsweise das KBV der weltweiten Krisenjahre 2003 bzw. 2009 als Maßstab nehmen, obwohl damals das Kalikartell noch existierte? Ohne dieses Kartell könnte das KBV-Niveau der „Krisenbewertung“ für K+S deutlich niedriger liegen.

    brothering01: zudem könnte M&A ja auch noch mal ein thema werden, bei diesen eckdaten.

    Du siehst an den Ereignissen der vergangenen Wochen, woran es „hakt“. Die M&A-Pläne scheitern am nationalistischen Gebaren der hessischen Landesregierung.
    Bei einem solchen politischen Risiko wird Potash nicht den vollen Wert von K+S bieten können.

    brothering01: Mich stört halt ein bischen diese ahängigkeit von preisentwicklungen an märkten die ich noch weniger einschätzen kann als den aktienmarkt, der ist auch schon kompliziert genug

    Das sehe ich exakt genauso.
    Deshalb hat mein Bewertungsverfahren die Aufgabe, solche Aktien in meiner Watchlist nach unten zu sortieren – das muss ja kein „schlechtes Unternehmen“ sein, es ist lediglich ungeeignet für mein Anlegerverhalten.

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  27. Danke für die ausführliche antwort
    du hast recht, wirklich überzeugt bin ich von einer positiven entwicklung auch nicht, vor allem durch die abhängigkeit vom rohstoffmarkt. Subjektiv für mich hatte ich hier ein positives Chance/Risiko profil identifiziert weil

    Branche wird stetig wichtiger (Bevölkerungswachstum)
    günstiges Buchwertverhältnis
    geringes KGV ( auch wenn das vertrauen da natürlich etwas gebremst)
    CA projekt (günstigere produktion, zumindest mittelfristig)
    hohe dividendenrendite (kann mir einfach nicht vorstellen das der Vorstand sich auch in dem thema so in „den wind“ stellt
    „gefühlter“ Boden in der Branche, nachdem ja viele werte aktuell „down“ sind (POT, MOS, vielleicht ist CF ne alternative)
    bei Monsanto heute verhält sich der Markt wohl auch eher „milde“….saftige gewinnwarnung…wert steigt, das zeigt doch iwie an das man ziemlich weit „unten“ ist

    hätte mir einen einstieg vorstellen können, etwas spekulativ klar….andererseits war auch nicht eine solch grosse investition geplant. Da hätte man durchaus auch n bischen geduld haben können, bin eh noch ein paar positionen „schuldig“ die ich dieses jahr bisher zu wenig gekauft habe…andererseits denke ich schon das man in den nächsten wochen die tiefs auch nochmal antesten wird….

      (Zitieren)

     

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Watchlist – Änderung der Positionen

geschrieben von Dividenden-Sammler Lesezeit: 3 min
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